"Signal für mehr Toleranz" in Salzburg

10. Oktober 2002, 10:21
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Landtagsbeschluss genehmigt Wohnbauförderung für Homosexuelle gegen die Stimmen der FPÖ

Salzburg - Im Land Salzburg haben künftig auch gleichgeschlechtliche Paare Anspruch auf Wohnbauförderung. Das hat der Landtag am späteren Mittwochnachmittag im zuständigen Ausschuss mit den Stimmen der ÖVP und der SPÖ beschlossen. Dagegen stimmten nur die Freiheitlichen. Die Grünen, die den entsprechenden Antrag gestellt hatten, sind im Ausschuss nicht stimmberechtigt, werden aber natürlich im Plenum ebenfalls dafürstimmen.

Die grüne Angeordnete Heidi Reiter sprach von einem "deutlichen Signal für mehr Toleranz". Sie sei erfreut von den klaren Worten, die sowohl von der ÖVP als auch von der SPÖ gekommen seien. FPÖ-Abgeordneter Friedrich Wiedermann hatte in der Debatte gesagt, dass das bestehende Gesetz keine Bevölkerungsgruppe einschränke. Der Antrag gehe aber zu Lasten kinderreicher Familien und Alleinerzieher.

ÖVP-Abgeordneter Michael Neureiter entgegnete, dass gerade kinderreiche Familien und Alleinerzieher durch die jüngsten Novellierungen ohnedies ganz bewusst bevorzugt worden seien. Für die SPÖ stellte David Brenner fest, dass die Wohnbauförderung nicht nur der Familienförderung diene, sondern allen Bevölkerungsgruppen erschwinglichen Wohnraum ermöglichen solle. (APA)

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    Der Gleichberechtigung wieder einem Schritt näher gekommen sind homesexuelle Paare in Salzburg

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