Charles Guggenheim, Dokumentarist der US-Politik, starb mit 78

10. Oktober 2002, 12:02
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Vier Oscars für Behandlung sensibler Themen: "A Time for Justice", "Robert Kennedy Remembered"

Washington - Der Dokumentarfilmer Charles Guggenheim, der vier Mal mit einem Oscar ausgezeichnet wurde (bei insgesamt zwölf Nominierungen), ist am Mittwoch im Alter von 78 Jahren an Krebs gestorben.

Zu seinen bekanntesten Werken zählt "Robert Kennedy Remembered", eine Filmbiografie über Robert F. Kennedy, die er kurz nach der Ermordung des Präsidentschaftskandidaten produzierte - 1969 folgte dafür ein Oscar.

Bereits 1964 hatte Guggenheim einen Oscar für einen Film über die Integration schwarzer Schulkinder in Arkansas, "Nine from Little Rock", gewonnen. Mit "A Time for Justice" über die Bürgerechtsbewegung kam er 1994 erneut zu Oscarwürden, wie auch 1989 für die Kurz-Doku "The Johnstown Flood".

Der 1924 in Cincinnati geborene Filmemacher begann seine Karriere beim Radio und Fernsehen in New York und St. Louis. 1965 zog er mit seiner Frau und drei Kindern nach Washington, wo er bei mehreren Präsidenten-Wahlkämpfen politische Filme drehte. Im Jahr 2000 wurde Guggenheim für sein Lebenswerk, das mehr als 80 Filme umfasst, mit dem Ehrenpreis der International Documentary Association ausgezeichnet. (APA/dpa)

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