Auch irakisches Verteidigungsministerium soll inspiziert werden

9. Oktober 2002, 23:17
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Einzelheiten der Vereinbarung zwischen Waffeninspektoren und dem Irak genannt

New York - Zwei Wochen nach der Vereinbarung zwischen den UNO-Waffeninspektoren und dem Irak über die Wiederaufnahme der Kontrollen sind am Mittwoch Einzelheiten der Übereinkunft bekannt geworden. Demnach sollen die Inspektoren auch ungehinderten Zugang zu Einrichtungen erhalten, die ihnen in der Vergangenheit verschlossen waren. Dabei handelt es sich um das Verteidigungsministerium und Einrichtungen von Saddam Husseins Republikanischen Garden.

Die einzelnen Punkte der Vereinbarung sind in einem Schreiben zusammengefasst, das der irakischen Regierung zur endgültigen Bestätigung übermittelt wurde. Das vom UNO-Chefinspektor Hans Blix und dem Generaldirektor der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEA), Mohammed el Baradei, unterzeichnete Papier wurde am Mittwoch an die Mitglieder des Weltsicherheitsrats verteilt.

Bei den Gesprächen zwischen den Waffeninspektoren und Irak am 30. September und 1. Oktober in Wien verpflichtete sich Bagdad dem Papier zufolge unter anderem, kein für die Kontrollen relevantes Material ohne Anwesenheit der Inspektoren zu vernichten. Auch soll die Möglichkeit zu Aufklärungsflügen mit U-2- oder Mirage-Maschinen bestehen, wie sie schon vor dem Abbruch der ersten Kontrollmission im Dezember 1998 vereinbart worden waren. (APA/AP)

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