ARA führt Pilotversuch für digitale Signatur durch

9. Oktober 2002, 22:21
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Wirtschaftskammer und A-Trust als Partner

Als erstes Unternehmen testet die Altstoff Recycling Austria (ARA) ab Mittwoch, den Einsatz digitaler Signaturen im Bereich E-Business. Im Gegensatz zu bisherigen Anwendungen ist in diesem Fall die Signatur einer handschriftlichen Unterschrift rechtlich völlig gleichgestellt. Wie das Unternehmen bekannt gab, soll im Anschluss der elektronische Geschäftsvorgang in den Regelbetrieb übernommen werden. Der Pilotversuch wird zusammen mit der Wirtschaftskammer Österreich sowie A-Trust als Signaturanbieter durchgeführt.

Rechtsverbindlich

Die Anwendung ermöglicht es den ARA-Kunden erstmals Dokumente rechtsverbindlich über das Internet an die ARA zu senden. An dem Test, der maximal sechs Monate dauern soll, nehmen 30 Unternehmen teil. Dabei geht es um die Meldung jener Verpackungsmengen, die von den ARA-Kunden auf den Markt gebracht werden und für die abhängig von Menge und Material Lizenz-Gebühren entrichtet werden müssen. Die ARA erhofft sich von der Einführung der digitalen Signaturen eine deutliche Vereinfachung ihrer Verwaltungsabläufe. Das Unternehmen hat zurzeit rund 13.000 Kunden, die monatlich oder quartalsmäßig ihre Verpackungsmengen melden müssen. Diese Meldungen können mit dem System in Zukunft online erfolgen.

Chipkarte sowie ein Lesegerät

Die Testpartner benötigten für die Meldung ihrer Daten über Internet eine Chipkarte sowie ein Lesegerät und müssen sich vor der ersten Benutzung bei A-Trust registrieren. Für die Anwendung identifizieren sie sich gegenüber dem System der ARA mit Benutzernamen sowie Passwort und geben ihre Mengenmeldung direkt in ein Online-Formular ein. Danach wird die Nachricht mit der Chipkarte und dem PIN-Code des Unternehmens verschlüsselt. Der Empfänger kann das Dokument mit Hilfe seines Schlüssels öffnen und lesen. (pte)

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