Anfrage an den Werberat mit Anfrage an den Presserat gekontert

9. Oktober 2002, 21:51
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Alexandra Bader von den Ceiberweibern will in einer Werbung von Zielpunkt kinderpornographische Anklänge gefunden haben

Das Sujet der Firma Zielpunkt, in dem Lilli, das mittlerweile ehemalige Werbemädchen in eine Banane beißt, sorgte in den letzten Monaten für Aufruhr. Das Sujet an sich und die Art und Weise der Darstellung läßt für Alexandra Bader pädophile Tendenzen erkennen: "Ich habe noch nie ein Kind so eine Banane essen sehen". In ihrem Artikel auf der Seite der Ceiberweiber stellt sie die Frage, ob das Unternehmen absichtlich mit pornografisch anmutenden Bildern wirbt.

Artikel aus dem Netz

Das Unternehmen Zielpunkt forderte nun Alexandra Bader dazu auf, den Artikel aus dem Netz zu nehmen, sonst müsse es gerichtliche Schritte wegen übler Nachrede in Erwägung ziehen. Schett, Pressesprecher von Zielpunkt Österreich: "Wir haben kein Interesse, diesen Streit vor Gericht auszutragen. Die Vorwürfe entbehren jeglicher Realität. Der Artikel von Frau Bader macht es aber den Lesern gar nicht möglich, sich eine eigene Meinung zu bilden."

Deshalb habe Zielpunkt auch eine Anfrage an den Presserat bezüglich der Subventionen der Ceiberweiber gestellt. "Wir haben das Sujet nicht mehr verwendet und es gegen ein anderes ausgetauscht. Genau das selbe wollen wir von Frau Bader."

Anfrage an den Werberat

Die bereits im Mai eingebrachte Anfrage an den Werberat von Rotraud Perner werde hingegen wahrscheinlich negativ ausfallen. Herr Pickelmaier vom Österreichischen Werberat: "Unsere genaue Stellungnahme zu diesem Fall wird erst Mitte Oktober bekannt gegeben. Aber voraus: ein wichtiges Indiz für die Richtigkeit einer Beschwerde ist die Zahl der Anfragen zu dem jeweiligen Sujet. Und diese waren in dem besprochenen Fall sehr wenig."

(red)

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