Metaller- Lohnverhandlungen vertagt

10. Oktober 2002, 13:05
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Verhandlungen noch schwieriger als in den vergangenen Jahren

Wien - Die erste echte Kollektivvertragsrunde für rund 210.000 Metallarbeiter und Industrieangestellte wurden Mittwoch Abend nach sechsstündigen Verhandlungen ohne Ergebnis unterbrochen. Die Verhandlungen verliefen bis jetzt auf Grund der vielen wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten noch schwieriger als in den vergangenen Jahren, hieß es von Arbeitgeberseite. Es habe gestern keine wesentlichen Annäherungen gegeben. Am 18. Oktober wird weiter verhandelt.

Die Gewerkschaft, für die Metaller-Chef Rudolf Nürnberger und für die Industrieangestellten Karl Proyer verhandeln, hat wiederholt betont, dass der Lebensstandard und die Kaufkraft gesichert werden müsse. Die Unternehmer unter der Führung von Herbert Haslauer verweisen auf die schwache Konjunktur und die Probleme der EU-Osterweiterung, die die heimischen Unternehmen verkraften werden müssen.

Im Vorjahr einigten sich die Sozialpartner auf eine Ist-Lohnerhöhung um 2,9 Prozent oder um mindestens 43,6 Euro, die Tarif- oder Mindestlöhne wurden um 3 Prozent angehoben. Der neue Kollektivvertrag soll per 1. November in Kraft treten und ein Jahr laufen.

Der Abschluss der Metaller hat traditionell Signalwirkung für alle weiteren KV-Abschlüsse.(APA)

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