Massenspektrometrie

10. Oktober 2002, 12:05
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Hamburg - Massenspektrometrische Analysen zeigen die Masse von Molekülen und die Zusammensetzung von Substanzen. Massenspektrometer sind im Grunde Waagen, die gleichzeitig das Gewicht verschiedener Elemente oder Moleküle in einem Substanzgemisch, aber auch deren Häufigkeit in dieser Probe ermitteln können. So lässt sich mit einem Massenspektrometer beispielsweise klären, ob und wie viel Trauben- und Fruchtzucker in einem Zuckergemisch enthalten sind. Auf diese Weise lässt sich die Massenspektrometrie beispielsweise für Qualitätskontrollen bei Lebensmitteln einsetzen.

Zur massenspektrometrischen Analyse werden Proben in ihre Bestandteile zerlegt. Die Bruchstücke, Atome oder Moleküle, werden ionisiert und durch ein elektromagnetisches Feld geschickt. Je nach Gerät werden dann beispielsweise die Geschwindigkeiten der Teilchen oder ihre Flugzeit gemessen und daraus Rückschlüsse auf die Masse gezogen. Aus der Verteilung der Messwerte, dem Spektrum, lässt sich ablesen, welche Massen wie häufig in der untersuchten Probe vorkommen. Die Mess-Kurve jeder Substanz wie beispielsweise des Traubenzuckers ist ein unverwechselbarer "Fingerabdruck". Moderne Massenspektrometer vergleichen die Messungen mit einer gespeicherten "Kartei" möglicher Substanzen und geben dann sofort eine Liste der in der analysierten Probe enthaltenen Substanzen aus. (APA/dpa)

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