Stier gegen Fledermaus

9. Oktober 2002, 17:14
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Salzburger Energydrink "Red Bull" setzt sich in Markenstreit gegen Schweizer Pendant durch - "Red Bat" wird unter anderem Namen verkauft

Wien - Der Salzburger Getränkehersteller Red Bull, Fuschl, hat im Namensstreit gegen die Schweizer Mineralquelle "red bat" die Oberhand behalten: Die beiden Unternehmen haben sich auf einen Vergleich geeinigt, meldet die schweizerische Nachrichtenagentur sda. Das in Zurzach (Kanton Aargau) vertriebene "red bat" wird neu unter dem Namen "Power Bat" verkauft.

Über die Kosten für den Vergleich vor dem Zürcher Handelsgericht wurden zunächst keine Angaben. Mit der Einigung sei der Markenstreit aber vom Tisch, bestätigte Peter Kloter, Verkaufsleiter der Mineralquelle Zurzach, einen Schweizer Medienbericht. Die Mineralquelle Zurzach stellt Power Bat nicht selbst her. Sie besorgt lediglich den Vertrieb des Energy-Drinks. Power Bat ist seit Dezember im Handel. Das Getränk selbst und das Design der Büchse wurden nicht verändert.

Verkaufsverbot

Red Bull hatte im Oktober 2001 mit einer Klage vor dem Zürcher Handelsgericht ein vorläufiges Verkaufsverbot für das Schweizer Konkurrenzprodukt Red Bat in der Schweiz erwirkt. Der Stier und die Fledermaus auf den Dosen glichen sich zu sehr, die Namen der Drinks seien zum Verwechseln ähnlich. Red Bull bekräftigte damals seine "Entschlossenheit, ihre Marke gegen missbräuchliche Annäherungen zu schützen".

"Erhöhtes Schutzbedürfnis"

In seiner Urteilsbegründung hatte der Richter vor einem Jahr auf die große Bekanntheit von Red Bull hingewiesen, aus der ein "erhöhtes Schutzbedürfnis" abgeleitet werde. Es sei für Wettbewerber zumutbar und möglich, aus der "unermesslich großen Welt der Zeichen jene zu wählen, welche einen rechtsgenügenden Abstand zum Zeichen des Mitbewerbers einhalten", so die Richter-Argumentation. (APA)

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