4MBO schließt defizitäre Auslandstöchter

9. Oktober 2002, 15:59
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Ungünstige Geschäftsaussichten in Österreich, Belgien und Großbritannien

Der u.a. durch den so genannten "Volks-PC" bekannte Elektronikvermarkter 4MBO International Electronic wird sich von seinen defizitären Auslandstöchtern trennen. Grund dafür seien vor allem die hohen operativen Verluste und ungünstigen Geschäftsaussichten der österreichischen, britischen und belgischen Tochterunternehmen. Diese Gesellschaften werden kurzfristig verkauft oder geschlossen, gab das auf dem Neuen Markt notierte Unternehmen in einer Pflichtmitteilung bekannt.

Bereits in Liquidation

Die österreichische Niederlassung, an der 4MBO 60 Prozent gehalten hat, befindet sich bereits in Liquidation, erklärte eine Unternehmenssprecherin. Die Trennung von den Verlust bringenden Auslandstöchtern werde zu Sonderkosten und Rückstellungen in der Höhe von insgesamt 8,6 Mio. Euro führen, heißt es in der Ad-hoc-Aussendung. Neben den operativen Auslandsverlusten von 2,6 Mio. Euro und Rückstellungen auf Bestände in der Höhe von 4,5 Mio. Euro werde dies zu einem negativen EBIT für die ersten drei Quartale von 13 Mio. Euro führen.

Stark gesunkene Umsatzerlöse

Trotz der stark gesunkenen Umsatzerlöse aus dem Auslandsgeschäft rechnet 4MBO für die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres mit einem Anstieg beim Konzernumsatz von 152,2 auf 168 Mio. Euro. Grund dafür sei die gezielte Ausweitung des Aktionsgeschäftes mit Trendprodukten wie zum Beispiel dem Volks-PC. 4MBO plant und organisiert Verkaufsaktionen mit Elektronikprodukten aus den Bereichen Computer, Telekommunikation, Unterhaltungselektronik und digitale Fotografie für große Handelsunternehmen wie Plus, Aldi oder Media Markt. Im Vorjahr erzielte der Konzern mit 142 Mitarbeitern einen Umsatz von 283,9 Mio. Euro. (pte)

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