England: E-Mail Warnungen vor Sextäter

9. Oktober 2002, 15:05
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Polizei der Grafschaft Surrey gibt Jugendlichen Verhaltenstipps und informiert über Ermittlungsstand

London/Wien - Per E-Mail werden derzeit tausende Schülerinnen in der englischen Grafschaft Surrey vor einem Serien-Vergewaltiger gewarnt. Absender: Der Polizeichef höchstpersönlich. Chefinspektor Denis O'Connor erteilt den Jugendlichen auf diesem ungewöhnlichen Weg Ratschläge, wie sie sich vor einem Unbekannten schützen können, der in den vergangenen Monaten in Südengland über neun Mädchen und junge Frauen hergefallen ist, berichtet BBC Online heute, Mittwoch.

Informationen über Ermittlungsstand

Die elektronischen Briefe enthalten auch Informationen über den Ermittlungsstand in der so genannten Operation Orb. Die Polizeikräfte von vier verschiedenen Grafschaften haben sich zu einer Sondereinheit zusammen geschlossen, um den Täter auszuforschen.

Nicht nur Schulen und Jugendorganisationen haben die E-Mails erhalten, sondern zusätzlich 3.000 Polizeibeamte, die sie an Schülerinnen im Alter zwischen elf und 18 Jahren weiter leiten sollen. "Auf diesem Weg wird unsere Botschaft schnelle und umfassende Verbreitung finden", sagte dazu der Polizeichef. Er fühle sich verpflichtet, mit den Teenagern über ein Medium in Kontakt zu treten, das diesen vertraut ist. Was die Polizei gegen mögliche Fälschungen solcher E-Mail-Warnungen zu tun gedenkt, wurde nicht erwähnt. (APA/red)

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