NTT DoCoMo testet UMTS-Nachfolger erfolgreich

9. Oktober 2002, 14:59
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4G-Mobilfunk Datenübertragung mit 100 Mbps gelungen

Während in einer neuesten Gartner-Studie die Aussichten für UMTS, das Handynetz der 3. Generation, alles andere als rosig beurteilt werden, hat der japanische Konzern NTT DoCoMo einen Erfolg bei der Entwicklung des Mobilfunks der vierten Generation (4G) verkündet. Wie das Unternehmen bekanntgab, ist es ihm gelungen, Daten mit einer Geschwindigkeit von 100 Megabit pro Sekunde (Mbps) mobil herunterzuladen und mit 20 Mbps hochzuladen. Das bedeutet eine Vervielfachung gegenüber der UMTS-Technik: Die Mobilkom Austria etwa, die im September das erste nationale 3G-Netz Europas startete, ermöglicht bei UMTS Übertragungsraten von 364 Kbps.

Innerhalb von zehn Sekunden

Mit 100 Mbps könnte der Text-Inhalt aller 24 Brockhaus-Bände innerhalb von zehn Sekunden übertragen werden. Mit dem gängigen GSM-Standard der derzeitigen zweiten Mobilfunkgeneration würde man dafür rein rechnerisch fast 29 Stunden benötigen.

Entwicklung seit 1998

NTT DoCoMo arbeitet bereits seit 1998 an der Entwicklung der 4G-Kommunikation, die Highspeed-Übertragungen von großen Datenmengen mit hoher Reichweite ermöglicht. Die Übertragungsqualität kann dabei aber durch eine große Anzahl von Mehrwegausbreitungen wie etwa Signalen, die von Gebäuden, Bergen oder anderen umgebenden Objekten zurückgeworfen werden, beeinträchtigt werden. Um die Beeinträchtigungen zu mildern arbeitet NTT DoCoMo mit so genannten VSF (variable spreading facotor) und OFCDM (orthogonal frequency doce division multiplexing)-Technologien.

Start 2010

Die Schlüsseltechniken für den 4G-Mobilfunk sollen NTT DoCoMo zufolge bis 2005 entwickelt sein. Mit dem Start eines Netzes der vierten Generation sei jedoch erst 2010 zu rechnen. (pte)

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