Norwegische Behörde stellt Steuerabzug von Telenor in Frage

9. Oktober 2002, 15:54
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Telenor will notfalls vor Gericht gehen

Die norwegische Steuerbehörde erwägt, einen Steuerabzug der Telenor im Jahr 2001 anzufechten. Dies teilte die Behörde am Mittwoch mit. Die Tochter Telenor Communication AS, habe ihren Anteil über 53 Prozent an der Sonofon Holding A/S an die Dansk Mobil Holding AS, ebenfalls eine Tochter der Telenor, verkauft. Für den Verkauf habe die Telenor Communications dann einen steuerwirksamen Verlust von 8,6 Mrd. Kronen verbucht, heißt es. Sollte dieser Einwand berechtigt sein, könnte die Steuerbelastung der Telenor für 2001 um 2,4 Mrd. Kronen steigen.

"Das sind schlechte Nachrichten, aber es ist schlimmstenfalls eine einmalige Belastung"

Die Transaktion sei nur eine Übertragung eines Verlustes von einer Tochter an eine andere gewesen, erklärte Telenor. Sollte die Steuerbehörde diesen Fall weiter verfolgen, werde Telenor Einspruch erheben, wenn nötig auch vor Gericht. "Ein ähnlicher Fall wurde in diesem Jahr vor dem Obersten Gerichtshof verhandelt, und Norsk Hydro hat gewonnen", sagte Telenor-Sprecher Dag Melgaard der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires. "Selbst wenn Telenor die Steuern zahlen muss, hat sie keine Probleme mit dem Cash-Flow wie andere Telekommunikationsunternehmen", sagt Stefan Ward von Credit Agricole Indosuez. Telenor werde "das verkraften".

Bad News

"Das sind schlechte Nachrichten, aber es ist schlimmstenfalls eine einmalige Belastung", stimmt ein Händler dieser Einschätzung zu. "Es dürfte langfristig keinen zu negativen Einfluss auf den Aktienkurs ausüben".(APA/vwd)

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