AK: Gefühl der Österreicher stimmt

9. Oktober 2002, 14:09
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Nach anfänglicher Preisdisziplin erhöhten sich schon während der Umstellungsphase die Preise auf "runde" Euro-Beträge

Wien - "Die Konsumenten liegen richtig mit ihrer Einschätzung, dass viele Waren nach der Euro-Einführung teurer wurden", betonte Harald Glatz, Leiter der AK-Konsumenten-Abteilung, in einer Reaktion auf eine Aussendung des Wirtschaftsforschungsinstituts. Das Wifo bestätigte zwar in einem Bericht Preiserhöhungen in bestimmten Branchen, meinte jedoch, die Preiserhöhung werden höher wahrgenommen, als sie tatsächlich sind. Laut AK sind die Preise hingegen nach anfänglicher Preisdisziplin schon während der Umstellungsphase auf "runde" Euro-Beräge deutlich erhöht worden.

Ohne die zahlreichen AK-Preiskontrollen wären die Preise noch weit mehr gestiegen. Die AK habe den österreichischen Konsumenten mehrere Milliarden Euro an Ausgaben erspart, hieß es.

Kritik an Bartenstein

Die AK habe sich auch für eine Verlängerung der doppelten Preisauszeichnung ausgesprochen und kritisierte in diesem Zusammenhang Wirtschaftsminister Martin Bartenstein, der die Wünsche der Bevölkerung einfach ignoriert habe. Laut einer Gallup-Umfrage vom Februar sind 46 Prozent der Österreicher für eine Verlängerung gewesen. Die "zahnlose Preisgarantie" der Regierung könne eurobedingte Preisanstiege nicht verhindern. (APA)

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