Rad: ÖRV-Profis auf Sattelsuche

9. Oktober 2002, 13:58
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Luttenberger, Trampusch, Eisel und Nürnberger-Quartett noch ohne Arbeitgeber für 2003

Wien - Totschnig, Wrolich, Haselbacher, Glomser und Buxhofer sitzen fest im Sattel, doch mehr als die Hälfte der im Ausland engagierten österreichischen Radprofis bangt noch um einen Vertrag für 2003. Die schlechte wirtschaftliche Lage und die Doping-Skandale veranlassen viele Konzerne, ihr Engagement im Radsport zu überdenken - zahlreiche Teams (vor allem der zweiten Division) stehen Mitte Oktober noch ohne Sponsoren da.

Hoffen auf die WM

Leidtragende der schwierigen Situation - in Italien sind mehr als 100 Fahrer ohne Mannschaft - sind auch österreichische Profis. Nicht weniger als sieben Auslands-Legionäre haben noch keinen Arbeitgeber gefunden. Gerhard Trampusch, der gute Resultate in Top-Rennen vorzuweisen hat, kam beim Mapei-Nachfolgeteam Quick Step trotz schon gegebener Zusage nicht unter, das Nürnberger-Quartett Werner Riebenbauer, Harald Morscher, Christian Pfannberger und Jürgen Pauritsch ist nach dem Weggang des Hauptsponsors ebenfalls noch auf der Suche. "Ich hoffe, dass sich bei der WM etwas Konkretes ergibt", sagte Sprinter Riebenbauer.

Finanzielle Abstriche für Lutte

Seine drei Kollegen hoffen, dass sich doch noch ein großer Sponsor findet, der die vorhandenen guten Strukturen des Rennstalls der zweiten Division nützt. Keine Sorgen macht sich Bernhard Eisel (zuletzt Mapei-Nachwuchsteam), der sicher ist, in der zweiten Division unterzukommen. Auch Peter Luttenberger wird einen neuen Arbeitgeber finden, nach schwachem Abschneiden in den großen Rundfahrten wird der Wahl-Monegasse aber finanziell Abstriche machen müssen. Deshalb werden sich die Vertragsverhandlungen nach Angaben seines Beraters Roland Eberl wohl noch bis in den November ziehen.

Gerolsteiner ohne Sorgen

Diese Sorgen haben die drei österreichischen Gerolsteiner-Fahrer nicht. Georg Totschnig, der kürzlich einen neuen Zweijahresvertrag unterschrieben hat, Rene Haselbacher und Peter Wrolich zählen zu den fixen Größen in ihrem Rennstall, der für 2003 nochmals aufrüstet. Da winkt die erstmalige Teilnahme an der Tour de France. Bei guten Platzierungen im Saisonfinale sollte das deutsche Team unter den Top Ten rangieren und damit einen fixen Startplatz für das wichtigste Rennen im Kalender haben. Gerrit Glomser, der Gewinner der Österreich-Rundfahrt, bleibt für zwei Jahre bei Saeco, Matthias Buxhofer hat sich in der Schweiz bei Phonak etabliert, auch wenn er heuer nicht so erfolgreich war wie in der Saison 2002. (APA)

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