Die letzten 30 PreisträgerInnen

11. Oktober 2002, 11:13
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Von Henry Kissinger bis Kofi Annan

Oslo - Der Friedensnobelpreis wurde zum ersten Mal 1901 verliehen. Die beiden ersten Preisträger waren der Gründer des Roten Kreuzes, der Schweizer Henri Dunant, und der Franzose Frederic Passy, Stifter der Internationalen Liga für den Frieden. 1905 wurde die Österreicherin Bertha Freifrau von Suttner mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Insgesamt 32 Mal wurde der Preis nicht oder erst nachträglich vergeben.

Die Preisträger der letzten 30 Jahre:

   1972: keine Preisvergabe

1973: Henry Kissinger, US-Außenminister, und Le Duc Tho, KP-Politbüromitglied von Nordvietnam. (Letzterer nahm den Preis nicht an.)

1974: Eisaku Sato, ehemaliger japanischer Ministerpräsident, und Sean MacBride, ehemaliger irischer Außenminister, Gründer von amnesty international (ai) und UNO-Hochkommissär für Namibia

1975: Andrej Sacharow, sowjetischer Physiker und Menschenrechtsaktivist

1976: Mairead Corrigan und Betty Williams, nordirische Friedensaktivistinnen (nachträglich vergeben)

1977: Gefangenenhilfe- und Menschenrechtsorganisation amnesty international (ai)

1978: Anwar Sadat, ägyptischer Staatspräsident, und Menachem Begin, Ministerpräsident Israels

1979: Die katholische Ordensfrau albanischer Herkunft Mutter Teresa von Kalkutta (Agnes Bojaxhiu), Gründerin der Kongregation der Missionarinnen der Nächstenliebe in Indien

1980: Der argentinische Menschenrechtsanwalt Adolfo Perez Esquivel

1981: Das UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR)

1982: Die Schriftsteller Alfonso Garcia Robles (Mexiko) und Alva Myrdal (Schweden)

1983: Der antikommunistische Arbeiterführer Lech Walesa (Polen), Gründer der unabhängigen Gewerkschaftsbewegung Solidarnosc

1984: Der anglikanische Erzbischof und Anti-Apartheid-Kämpfer Desmond Tutu (Südafrika)

1985: Internationale Vereinigung der Ärzte für die Verhinderung eines Nuklearkrieges (IPPNW)

1986: Der jüdisch-amerikanische Schriftsteller Elie Wiesel

1987: Oscar Arias Sanchez, Staatspräsident von Costa Rica

1988: Die UNO-Friedenstruppen

1989: Der 14. Dalai Lama, Tenzin Gyatso, geistliches und weltliches Oberhaupt Tibets im Exil

1990: Michail Gorbatschow, Präsident der UdSSR

1991: Aung San Suu Kyi, eingekerkerte Führerin der burmesischen Demokratiebewegung und Wahlsiegerin

1992: Rigoberta Menchu, guatemaltekische Menschenrechtskämpferin und Verfechterin der Rechte der indianischen Ureinwohner

1993: Nelson Mandela, Präsident des Afrikanischen Nationalkongresses (ANC), und Frederik de Klerk, Präsident Südafrikas

1994: Yasser Arafat, palästinensischer Präsident, Yitzhak Rabin, Ministerpräsident Israels, und Shimon Peres, Vizepremier und Außenminister Israels

1995: Pugwash-Konferenz/Präsident Joseph Rotblat

1996: Bischof Carlos Filipe Ximenes Belo (Osttimor) Jose Ramos-Horta (Osttimor)

1997: Internationale Kampagne zum Verbot von Landminen

1998: John Hume und David Trimble (Nordirland)

1999: "Medecins sans frontieres" (MSF) (Ärzte ohne Grenzen)

2000: Staatspräsident Kim Dae Jung (Südkorea)

2001: Vereinte Nationen und Generalsekretär Kofi Annan (Ghana)

(APA)
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