Kärnten ist bei Telemedizin führend

9. Oktober 2002, 13:29
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Millionen werden in Vernetzung von Spitälern, Ärzten, Apotheken und Krankenversicherungen investiert

Kärnten ist bei der Telemedizin führend. Derzeit wird an einem landesweiten Projekt gearbeitet, an dessen Ende die Vernetzung aller Krankenhäuser, Sanatorien, der niedergelassenen Ärzte, Apotheken und der Krankenversicherungen steht. "Telemedizin ist zwar nichts Neues", sagte Gesundheitsreferent LHStv. Peter Ambrozy (S) am Mittwoch bei einem Pressgespräch in Klagenfurt, "aber die Umsetzung ist sicherlich revolutionär".

Telemedizin bezieht sich in Kärnten derzeit auf die drei Bereiche Telekommunikation, Teleradiologie und Telepathologie. Dafür werden vom Krankenanstalten-Fonds in einer ersten Phase 80 Prozent der erforderlichen 224.000 Euro zur Verfügung gestellt. In der Telekommunikation läuft derzeit ein Projekt zwischen dem LKH Wolfsberg und den 25 niedergelassenen Ärzten (jährlich fallen 13.000 Arztbriefe an) , in der Teleradiologie kooperieren die LKHs Klagenfurt, Hermagor und Laas, in der Telepathologie arbeitet das LKH Klagenfurt mit dem Ordensspital in Friesach eng zusammen.

"Die Synergieeffekte sind groß", sagte der Vorstand der Krankenanstalten Betriebs GmbH, Franz Sonnberger. Aber es seien auch große Investitionen bei Netzwerken, Speichern, Hard- und Software erforderlich. Die Kosten dafür bezifferte er mit vielen Millionen Euro.

Projektleiter Prim. Hartwig Pogatschnig (LKH Wolfsberg) bezeichnete die Telemedizin als "wesentlichen Teil der Zukunftsmedizin". Damit werde es möglich sein, qualitativ hochwertige Medizin auch an die Peripherie zu bringen. (APA)

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