Verzetnitsch will alle Belastungen zurückgenommen haben

9. Oktober 2002, 20:34
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ÖGB-Chef fordert von kommender Regierung Entlastungen in Höhe von 2,18 Mrd. Euro und eine Steuerreform

Wien - Äußerst anspruchsvoll sind die Wünsche von ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch, was die kommende Regierung angibt. Der SP-Kandidat für die Nationalratswahl verlangte im Ö1-"Mittagsjournal" eine Rücknahme aller Belastungen für die Bürger aus der Zeit der schwarz-blauen Regierung. Darunter fallen etwa die Ambulanzgebühr, die teurere Autobahn-Vignette oder die angehobene Tabaksteuer. Die Kosten dafür lägen bei 2,18 Milliarden Euro. Darüber hinaus sollte sich nach Ansicht Verzetnitschs "bei gutem Willen" noch eine Steuerreform ausgehen.

In Sachen EU-Erweiterung fährt der ÖGB nun einen ähnlichen Kurs wie die Freiheitlichen. Verzetnitsch drängte auf größere Flexibilität bei den Übergangsfristen am Arbeitsmarkt. Sollten in gewissen Bereichen wie dem Bau- oder dem Dienstleistungssektor große Probleme auftreten, müsse man die derzeit vereinbarten sieben Jahre ausweiten. Nachverhandlungen seien ja immer möglich, wie sich zuletzt beim Stabilitätspakt gezeigt habe.(APA)

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