Lindows will das Ende von Windows

9. Oktober 2002, 13:31
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Rechtsstreit soll beschleunigt werden – Auch Löschung der bekannten Marke möglich

Lindows macht wieder von sich reden. Gerade überraschte der Konzern mit ersten billig PCs am europäischen Markt, schon findet man Lindows wieder in den Schlagzeilen. Lindows-Chef Michael Robertson will nun den Rechtsstreit mit Microsoft beenden. Deshalb wurde ein Antrag auf ein "Summary Judgement" gestellt. Dabei handelt es sich um ein beschleunigtes schriftliches Verfahren, bei dem die Klage Microsofts abgewiesen wird. Über diesen Antrag wird am 25. Oktober entschieden.

Streit um Windows"

Obwohl der Antrag mit einem Comic beginnt, geht es dann durchaus ernst weiter. Eine Zusammenfassung der Nutzung des Begriffs "Windows" in der Computer-Geschichte der letzten 20 Jahre soll beweisen, dass der Begriff bereits Ende der 70er Jahre bekannt war und genutzt wurde. Microsofts Windows 1.0 erschien allerdings erst im Jahr 1983, die Markeneintragung erfolgte Anfang der 90er Jahre.

Ein Gattungsbegriff

Anscheinend will Lindows mit diesen Daten beweisen, dass "Windows" auch im Zusammenhang mit Computern und Software im allgemeinen als Gattungsbegriff gilt. Dann müsste allerdings nicht nur Microsofts Klage abgewiesen werden, sogar eine Löschung der Marke wäre dann im Bereich des Möglichen.(red)

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