Fujitsu Siemens schreibt rote Zahlen

9. Oktober 2002, 14:24
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Computerhersteller nach Restrukturierungen mit Verlust im Halbjahr

Augsburg - Der Computerbauer Fujitsu Siemenshat im ersten Halbjahr 2002/2003 bei stabilen Umsätzen einen Verlust von 21 Mill. Euro vor Steuern verbucht. Das Unternehmen teilte am Mittwoch in Augsburg mit, einem operativen Gewinn von zwei Mill. Euro seien Restrukturierungsbelastungen von 23 Mill. Euro gegenüber gestanden. Im Vergleich zum Vorjahr hatte Fujitsu Siemens noch einen Gewinn von vier Mill. Euro ausgewiesen. Die Umsatzerlöse seien im Halbjahr mit 2,45 Mrd. Euro stabil geblieben.

Leichte Besserung

Im zweiten Halbjahr strebe Siemens ein Umsatzwachstum über dem Marktwachstum und einen operativen Gewinn an, sagte Firmenchef Adrian von Hammerstein. Die IT-Branche werde 2002 nicht wachsen, und auch für 2003 rechne er nur mit einer leichten Besserung, sagte er. Hoffnungen setzt Fujitsu-Siemens in den kommenden Monaten auf den Bereich der mobilen Computer. Dort bestünden klare Wachstumsaussichten, meinte Hammerstein weiter. Geplant sei in diesem Zusammenhang auch eine europäische Partnerschaft mit dem Mobilfunkunternehmen Vodafone, die vor allem auf Angebote für Unternehmen abziele.

Stellenabbau

Von Hammerstein kündigte an, Fujitsu-Siemens werde seine Strukturen angesichts der auch künftig schwierigen Marktlage weiter anpassen. Im Zuge des Umbaus wird Fujitsu-Siemens bis März 2003 noch 100 der derzeit rund 7.600 Arbeitsplätze abbauen. 200 Stellen seien im Zuge der Restrukturierung bereits im ersten Halbjahr gestrichen worden.

Im zurückliegenden Geschäftsjahr 2001/02 hatte Fujitsu Siemens bei einem Umsatz von 5,43 Mrd. Euro einen operativen Gewinn (Ebit) von 40,3 Mill. Euro erzielt. Der Verlust nach Steuern hatte sieben Mill. Euro betragen. Fujitsu Siemens Computers ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Siemens AG mit dem japanischen Technologiekonzern Fujitsu Ltd. (APA/Reuters)

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