Gehen wie Jesus

9. Oktober 2002, 11:37
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Zwar nicht übers Wasser, aber durch die Wand - Finnische Forscher entwickelten Nebeldisplay

Helsinki - Finnische Forscher haben den Gang durch Wände sprichwörtlich möglich gemacht. Ingenieure um Ismo Rakkolainen und Karri Palovuori von der Universität Tampere haben einen Nebeldisplay entwickelt, der physikalisch durchdrungen werden kann. Der Prototyp des Displays wurde der Öffentlichkeit erstmals auf der Turku Science Exhibition vom 4. bis 6. Oktober vorgestellt. Die Einsatzmöglichkeiten des Nebeldisplays liegen in der Projektion von Bildern bei Kunstausstellungen, in der Werbung, in Themenparks sowie in Spiel-Applikationen.

Der Nebeldisplay besteht aus einem ruhigen, wirbelfreien Luftstrom, in den durch separate Düsen Nebel injiziert wird. Zusammen bilden die Nebelschicht und der turbulenzfreie Luftstrom eine dünne Oberfläche, eine Art Leinwand, die quasi im Raum schwebt. Der Display kann auch mit einem Vakuumsystem versehen werden, um überschüssige Nebelflüssigkeit abzusaugen. Auf den Nebeldisplay können Filme und Bilder wie z.B. eine Ziegelwand, die ohne zu Bruch zu gehen, durchschritten werden kann, projiziert werden. Die Nebelschicht ist nicht nur durchdringbar, der Display ist auch ungiftig, bruchfest und extrem leichtgewichtig. "Es gibt bereits einige wenige andere Nebelleinwand-Methoden, aber alle sind höchst unzuverlässig", erklärte Rakkolainen.

Rakkolainen startete die Entwicklung des Nebeldisplays in seinem eigenen Wohnzimmer. Da es keine finanzielle Unterstützung gab, wurden für das erste Modell des Displays Bananenschachteln und 2.000 Trinkhalme verwendet. Beim aktuellen Prototyp (WAVE - Walk-thru Virtual Environment) handelt es sich bereits um einen Display mit einer Höhe von 1,5 Metern. (pte)

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    pte.at
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