Belgien: 37 Verletzte bei wüster Studententaufe

9. Oktober 2002, 11:20
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"Horror-Cocktail" mit Zutaten wie Ketchup, Tabasco, Pili-Pili, Essig, Salz und Putzmittel führten zu Verätzungen

Lier - Ein selbstgebrauter "Horror-Cocktail" hat 37 belgischen Studenten bei einer wüsten Party so die Haut verätzt, dass sie ins Krankenhaus eingeliefert werden mussten. Wie flämische Medien am Mittwoch berichteten, mussten sich die Teilnehmer im Rahmen einer "Studententaufe" in Lier bei Antwerpen das Gebräu aus mehr als 30 Zutaten über den Kopf gießen. Zu diesen gehörten nach den Angaben unter anderem Ketchup, Tabasco, Pili-Pili, Essig, Salz und diverse Putzmittel.

Als es durch die brisante Mischung Hautreizungen gab, rannten die "getauften" Studenten in die Duschräume eines Sportzentrums, um den ätzenden Cocktail abzuwaschen. Doch in Verbindung mit Wasser wurde die chemische Reaktion den Berichten zufolge nur noch heftiger.

Notärzte und Krankenwagen aus der gesamten Region eilten herbei, um die Opfer zu versorgen. Nach mehrstündigen Behandlungen in umliegenden Krankenhäusern konnten die meisten Opfer wieder nach Hause fahren. "Studententaufen" zu Beginn des Studiums mit viel Alkohol und bizarren Riten haben in Belgien Tradition. (APA/dpa)

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