Akademie der Wissenschaften vergibt Forscherpreise 2002

11. Oktober 2002, 19:52
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Höchste Auszeichnungen für Wiener Mineralogen, Grazer Wirtschafts- theoretiker und ÖAW-Wissenschaftshistorikerin

Wien - Der Wiener Mineraloge Ekkehart Tillmanns und der Grazer Wirtschaftstheoretiker Heinz Kurz sowie die Wissenschaftshistorikerin Hannelore Sexl erhalten in diesem Jahr die höchsten Auszeichnungen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW). Die Verleihung der drei Preise sowie neun weiterer Preise für österreichische Nachwuchsforscher aus den Gebieten der Natur- und Geisteswissenschaften findet am Freitag in Wien statt.

Ekkehart Tillmanns (geb. 1941), Professor am Institut für Mineralogie und Kristallographie der Universität Wien, wird mit dem diesjährigen Erwin Schrödinger Preis der ÖAW ausgezeichnet. Der Mineraloge erhält den mit 15.000 Euro dotierten Preis für seine Beiträge zur Zeolithforschung. Zeolithe sind hochporöse, von zahlreichen submikroskopischen Kanälen durchzogene Mineralien, die eine erstaunliche Filterleistung besitzen und auch als hochwirksame Biokatalysatoren Verwendung finden.

ÖAW-Medaille

Der nach dem ehemaligen Kulturminister, ÖAW-Präsidenten und Altphilologen Wilhelm von Hartel benannten Preis geht an den Grazer Volkswirtschafter und Wirtschaftstheoretiker Heinz Kurz (geb. 1946). Der als Professor am Institut für Volkswirtschaftslehre der Universität Graz tätige Wissenschafter erhält ebenfalls 15.000 Euro für seine Arbeiten zur Wirtschafts-Theoriegeschichte, die laut ÖAW erheblich zum neuen Interesse und zum besseren Verständnis der Klassiker der Nationalökonomie beigetragen haben.

Die ÖAW-Medaille "Bene merito" erhält die Physikerin und Mathematikerin, Hannelore Sexl (geb. 1939), Kommissionsmitglied für Geschichte der Naturwissenschaften und Medizin der ÖAW, die für ihre Arbeiten zur Geschichte der Naturwissenschaften gewürdigt wird.

Die aus privaten Stiftungen finanzierten Nachwuchspreise der ÖAW für die philosophisch historischen Fächer (dotiert mit jeweils rund 3.700 Euro) gehen an: Susanne Kalss (Uni Klagenfurt), Roswitha Kundi (Universität Wien), Antje Senarclens de Grancy (Universität Graz) und Xavier Tremblay (ÖAW). Die ausgezeichneten Nachwuchsforscher der mathematisch-naturwissenschaftlichen Klasse sind: Martin Henk (TU Wien), Peter Grabner (TU Graz), Norbert Vavra (Universität Wien), Bernhard Lendl ((TU Wien) und Kurt Zatloukal (Universität Graz). Auch sie erhalten eine Förderung von durchschnittlich rund 3.700 Euro. (APA)

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