Israel löst illegale jüdische Siedlungen im Westjordanland auf

9. Oktober 2002, 14:16
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Ausgangssperre in mehreren Palästinenserstädten aufgehoben

Jerusalem - Nach der autonomen Stadt Nablus hat die israelische Armee die Ausgangssperre in mehreren weiteren Städten des Westjordanlandes teilweise aufgehoben. Tagsüber könnten sich auch die Bewohner der Städte Jenin, Tulkarem und Ramallah frei bewegen, teilte ein Armeesprecher am Mittwoch mit. Vollständig aufgehoben - also auch nachts - sei die Regelung für Hebron.

Aus Bethlehem waren die Soldaten nach einem Abkommen mit den Palästinensern schon abgezogen. Die israelische Armee hatte die wichtigsten Städte des Westjordanlandes im Juni nach einer Serie von Selbstmordanschlägen besetzt.

Jüdische Siedlungen abgerissen

Die israelische Armee hat im nördlichen Westjordanland drei wilde jüdische Siedlungen abgerissen. Die bewohnten Siedlungs-Vorposten nahe der palästinensischen Stadt Nablus seien in der Nacht zum Mittwoch auf Anordnung von Verteidigungsminister Benjamin Ben-Eliezer aufgelöst worden, berichtete der öffentliche israelische Rundfunk. Nach Angaben der Friedensorganisation "Frieden Jetzt" entstanden unter der Regierung von Ariel Sharon bisher 45 illegale jüdische Siedlungen im Westjordanland.(APA)

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