Ferrero-Waldner: Außenpolitiker müssen das gesamte Land vertreten

9. Oktober 2002, 11:52
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Kritik an Petrisch wegen parteipolitischen Engagements

Wien - Kritik an Herausforderer Wolfgang Petritsch (S) übt nun Außenministerin Benita Ferrero-Waldner (V) in einem Interview mit den "Salzburger Nachrichten". Dieser hatte der Ministerin ausrichten lassen, er hätte in Sachen EU-Sanktionen "differenzierter" agiert. Dazu Ferrero-Waldner: "Ich habe während der Sanktionszeit nicht viel von ihm gehört. Da hätte ich mir mehr erwartet, auch dass er gegen die Sanktionen auftritt. Das hat er nicht gemacht. Da war er erstaunlich ruhig." Und dies, obwohl sie entsprechende Weisung im Außenamt gegeben habe und ein Botschafter die "Weisung seiner Ministerin zu befolgen" habe.

Zur Kandidatur des Diplomaten Petritsch sagte Ferrero-Waldner in dem Interview, sie habe diese "in aller Fairness akzeptiert". Auch die Karenzierung Petritsch' sei die "fairste Lösung". Anerkennung zollte die Ministerin dem Spitzenkandidaten der SP Wien für die Nationalratswahl am 24. November für dessen diplomatische tätigkeit. Er habe seine Mission auf dem Balkan "sehr gut gemacht". Allerdings: Petritsch habe sich "parteipolitische sehr weit hinausgelehnt". Dies sei für einen Außenpolitiker nicht der richtige Weg. Als solcher müsse man das gesamte Land vertreten. (APA)

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    Benita Ferrero-Waldner: "Botschafter haben die Weisung ihrer Ministerin zu befolgen"

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