Melzer im Achtelfinale

10. Oktober 2002, 10:48
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Ein Dreisatz-Erfolg gegen den Argentinier Mariano Zabaleta brachte Jürgen Melzer eine Runde weiter - "Ich hab das Potenzial für die Top-30"

Wien - Jürgen Melzer hat als erster der zwei Österreicher bei der CA-Trophy in der Wiener Stadthalle das Achtelfinale erreicht. Der Niederösterreicher setzte sich am Dienstag in Runde eins gegen den Argentinier Mariano Zabaleta 6:3,3:6,7:6 (3) durch. Nach 2:17 Stunden verwertete der 21-Jährige seinen fünften Matchball. Jetzt kommt es zum Schlager gegen Titelverteidiger Tommy Haas, der Michail Juschni mit 6:2,2:6,7:5 bezwang.

Blitzstart

Gegen den in der Weltrangliste fast doppelt so gut platzierten Zabaleta stellte Melzer (Nummer 95) sein Riesentalent unter Beweis. Der Wimbledon-Juniorensieger von 1999 legte vor 6.500 Zuschauern einen Blitzstart hin, nach 37 Minuten und gleich acht seiner insgesamt zehn Asse gehörte der erste Satz ihm. Doch dann kriselte mit dem Aufschlag die bis dahin stärkste Waffe Melzers, Zabaleta holte sich mit einem frühen Break prompt den zweiten Satz. Im dritten zeigte der Österreicher aber, welch Potenzial trotz wechselhaftem Tennis in ihm steckt. Nach 2:0-Führung mit 2:3 und 3:4 zurück, schaffte Melzer mit viel Kampfgeist das Comeback, vergab bei 5:4 drei Matchbälle und setzte sich im Tiebreak durch.

Erleichterung

"Die Erleichterung ist riesig. Ich habe sicher nicht mein bestes Tennis gespielt und deshalb bin ich froh, doch noch als Sieger vom Platz gegangen zu sein", atmete Melzer nach dem Match auf. "Ich bin echt stolz, dass ich mich im dritten Satz so zurückgekämpft habe, cool geblieben bin und dann im Tiebreak mein bestes Tennis gespielt habe. Solche Siege machen einen stark", freute sich Melzer.

"Potenzial für die Top-30"

Natürlich war Sandplatz-Spezialist Zabaleta nicht der ultimative Prüfstein für Melzers Entwicklung. Dessen Coach Karl-Heinz Wetter hatte im Vorfeld gemeint, Melzer habe das Potenzial zur Weltklasse. Dem widersprach der 21-Jährige nicht. "Würde ich nicht an mich glauben, hätte ich schon aufgehört. Ich spiele nicht Tennis, um die Nummer 90 zu sein. Ich hab das Potenzial für die Top-30, kann da oben jeden schlagen." (APA)

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    Jürgen Melzer

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