"Wir werden zweitklassig behandelt"

8. Oktober 2002, 19:23
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Freie Schulen in Tirol fordern mehr Geld

Innsbruck - Tirols freie Schulen wollen vom Land mehr Geld. Andere Bundesländer würden zwischen zehn und 35 Prozent der Budgets der freien Schulen tragen, in Tirol wären es nur bescheidene drei Prozent, kritisiert Edgar Hernegger, Sprecher der Plattform der freien Schulen.

Derzeit besuchen rund 300 Kinder in Tirol Alternativschulen, wobei die Eltern während der Pflichtschuljahre eines Kindes um die 25.000 Euro an Schulgeld aufzubringen haben. Der vom Land gewährte Zuschuss von 120 Euro jährlich ist (trotz Aufstockung) niedrig. Die Abgeltung "zukunftsweisender pädagogischer Ansätze" dürfe nicht länger nur aus Belobigungen bestehen, meint Hernegger.

Landesrat Günther Platter (VP) meint, der Schwerpunkt müsse bei den "hochqualifizierten Pflichtschulen" bleiben, viel mehr als ideelle Unterstützung für die freien Schulen sei nicht möglich.

Vom Bund fordern die freien Schulen eine Novelle des Privatschulgesetzes. Derzeit werden die Lehrer in konfessionellen Privatschulen vom Bund bezahlt, nicht aber jene der freien (Privat)schulen.

(hs, DER STANDARD, Print-Ausgabe vom 9.10.2002)

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