Afghanistan, Pakistan und Turkmenien einigen sich über Pipeline-Bau

8. Oktober 2002, 18:38
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Asian Development Bank finanziert Großprojekt

Aschchabad - Nach mehr als 20 Jahren haben sich Afghanistan, Pakistan und Turkmenien auf den Bau einer rund 1.500 Kilometer langen Gas-Pipeline geeinigt. Die Präsidenten Hamid Karsai, Pervez Musharraf und Saparmurad Nijasow wollten Ende Oktober bei einem Gipfel in der turkmenischen Hauptstadt Aschchabad ein entsprechendes Abkommen unterzeichnen, sagte ein Vertreter des turkmenischen Ministeriums für Rohöl und Gas am Dienstag. Ein Rahmenabkommen über das Bauvorhaben werde noch Mitte Oktober geschlossen. Hinter dem Projekt für umgerechnet rund zwei Mrd. Euro steht die Asian Development Bank (ADB), die bereits rund 1,5 Mill. Euro in eine Machbarkeitsstudie investierte.

Von der Pipeline erhoffen sich die Regierungen einen wirtschaftlichen Aufschwung für die durch Armut und Kriege geschundene Region. Vor allem das an Gasvorkommen reiche, aber eingeschlossene Turkmenien hofft auf neue Exportwege. Das Bauvorhaben musste immer wieder verschoben werden, unter anderem wegen der Kriege in Afghanistan. Experten weisen jedoch daraufhin, dass die Pipeline nur dann rentabel sein könne, wenn Gas auch an Pakistans Rivalen Indien geliefert werde. Außerdem sei die Lage in der Region immer noch sehr instabil. (APA)

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