EU tritt europäischer Flugsicherungs-Organisation Eurocontrol bei

8. Oktober 2002, 16:34
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Verkehrskommissarin De Palacio: "Weg zur Schaffung eines einheitlichen europäischen Luftraums geebnet"

Die EU ist neues Mitglied der europäischen Flugsicherungs-Organisation Eurocontrol. "Damit wird der Weg zur Schaffung eines einheitlichen europäischen Luftraums geebnet", sagte EU-Verkehrskommissarin Loyola de Palacio am Dienstag in Brüssel bei der Unterzeichnung des Beitrittsabkommens. Eurocontrol gehören bisher 31 europäische Staaten an.

Entwicklung eines reibungslosen europaweiten Flugverkehrsmanagement

Hauptziel der Organisation ist die Entwicklung eines reibungslosen europaweiten Flugverkehrsmanagement, das dem sich ständig ausweitenden Luftverkehr gerecht wird. Außerdem will Eurocontrol ein hohes Sicherheitsniveau gewährleisten und zur Kostenreduzierung beitragen.

Effizientere Abwicklung

Nach dem Beitritt zu der Organisation wollen sich die 15 Regierungen der EU außerdem bis Ende des Jahres auf die Schaffung eines einheitlichen Luftraums einigen. Die entsprechenden Pläne De Palacios sehen gemeinsame und optimale Bedingungen für die Sicherheit und Effizienz im Luftverkehr der Europäischen Gemeinschaft vom Jahr 2004 an vor. Dazu gehören etwa harmonisierte Vorschriften für Flugsicherungsdienste oder die Umstrukturierung des Luftraums in grenzübergreifenden Kontrollzonen. Hierbei dürfte Eurocontrol eine wichtige Rolle spielen.

Nach Angaben von Verkehrsexperten muss ein Flugkapitän bisher beispielsweise bei einem Flug von Brüssel nach Rom neun "Luftraumblöcke" durchfliegen und sich jedes Mal bei den jeweiligen Fluglotsen an- und abmelden. Daraus können potenzielle Gefahren auf Grund von Sprachproblemen resultieren. Darüber hinaus startet nach den Angaben etwa jeder vierte Flug in Europa verspätet, rund 350.000 Flugstunden würden auf Grund von Umwegen und Überflugverboten vergeudet. (APA/dpa)

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