Xerox Austria verpasst sich Relaunch

8. Oktober 2002, 16:09
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Neue Vertriebswege und Zentralisierung sollen Personalabbau verhindern

Wien - Selbstkritisch zu Schwächen im Vertriebssystem hat sich am Dienstag Xerox Austria-Manager Wilhelm Denk gezeigt. Der Direktvertrieb der Produkte sei nicht der Weisheit letzter Schluss gewesen, mit dem neuen Office-Angebot beschreite man neue Wege. Die außerdem geplante Zentralisierung umfasse die Zusammenlegung von Infrastrukturen, die Reduktion der Schnittstellen zum Kunden und integriertes Marketing.

Hintergrund der Umwälzungen sind stagnierende Marktanteile im konventionellen Schwarzweiß-Druck und das Zurückfallen auf den zweiten Platz hinter Minolta im Farbdruck. Der Mitarbeiterstand in Österreich bleibe trotz Zentralisierung weiterhin konstant bei 220 fix Angestellten, betonte die stellvertretende Geschäftsführerin Kirstine Hoegenhaven.

Personalabbau soll es ihr zufolge in Österreich keinen geben. Derzeit beschäftigt Xerox Austria rund 230 Mitarbeiter. In Deutschland hatte Xerox in den vergangenen vier Jahren 2.000 Stellen abgebaut.

Die Einsicht, dass man mit einem externen Händlernetz nicht unbedingt Qualitätsprobleme in Kauf nehmen muss, kam laut Denk bei der Betrachtung der Mitbewerber. Zugang erhalten zukünftige Händler durch Bevollmächtigungen. Partner werden bei Bedarf geschult und von unterstützt. Während man auf diese Weise bis Mitte nächsten Jahres Reseller im dreistelligen Bereich gewinnen möchte, soll die Anzahl der Konzessionäre, die eine Marke exklusiv vertreiben, weiter zurückgehen. (APA)

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