"Wir können nur gemeinsam gewinnen"

8. Oktober 2002, 16:07
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Frauen im Sport: Optimismus und forcierte Förderungwünsche

Wien - "Es geht nur gemeinsam!" war das Resumee anlässlich der Geburtstagsfeier der Frauen im Sport - 5 Jahre Plattform, 3 Jahre Bundes-Sportorganisation Frauen AG - vergangene Woche in Wien. Anlässlich der Veranstaltung "Frauen in Bewegung" zeigten die Podiums-Diskutantinnen (BSO-Vizepräsidentin LHStv Liese Prokop, Abg. z. NR Beate Schasching, Mag. Judith Draxl, Maria Theurl und Trixi Schuba) Optimismus, was die Rolle der Frauen im Sport in Zukunft angeht.

Sie strichen nicht nur die Notwendigkeit von Förderprogrammen heraus, sondern plädierten für eine verstärkte Netzwerkbildung innerhalb der Frauen im Sport. Diese Netzwerkbildung solle aber auch die Männer miteinbeziehen. Die Plattform Frauen im Sport habe hier Pionierarbeit geleistet - Ziel sei es nun, die Basis zu erweitern. "Wir können nur gemeinsam gewinnen" ist Judith Draxler überzeugt, und Maria Theurl fügte hinzu, dass "mit Geduld an die Arbeit zu gehen ist, aber der Blick in die Zukunft ein optimistischer" sei. Ziel wäre es letztendlich, sagte Beate Schasching, dass "wir nicht mehr notwendig sind, weil sich die Zusammensetzung der diversen Gremien den Gegebenheiten in der Bevölkerung - je 50 Prozent Frauen und Männer - angepasst haben".

Bereits bei Mädchen ansetzen

Prokop wollte zusätzlich herausgestrichen wissen, dass eines der Hauptprobleme die geringere Anzahl von Frauen, die Sport betreiben, sei. Hier sei so früh wie möglich anzusetzen, um junge Mädchen zum Sport zu bringen. Auch sieht sie es als unerlässlich, den Bereich Frauenförderung zu forcieren, wobei auch ein Förderprogramm für Trainerinnen erarbeitet werden müsse. Schlussendlich unterstrich Prokop nochmals die Bedeutung des Mentorings, und erklärte sich auch bereit, im anlaufenden BSO-Projekt dazu als Mentorin zur Verfügung zu stehen.

Die Podiumsdiskussion war der Höhepunkt des Geburtstagsfestes der Frauen im Sport. Den Auftakt bildete ein Volleyballmatch Politikerinnen gegen Sportlerinnen, welches erstere nach hartem Kampf doch klar für sich entscheiden konnten. Auf Seiten der Politikerinnen agierten Grete Laska, Liselotte Kirsch, Maria Rauch-Kallat, Marie Ringler, Bettina Stadlbauer und Roswitha Stadlober-Steiner; Doris Auer, Judith Draxler, Eva Janko, Uschi Profanter, Andrea Scherney und Christina Windisch formten das Team der Sportlerinnen. Andrea Haas, die beide Olympia-Finali im Beach-Volleyball in Sydney gepfiffen hat, war als Schiedsrichterin am Werk. (red)

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