Direktor weist Krisenspekulationen zurück

7. Oktober 2003, 19:31
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Frankfurter Buchmesse fühlt sich "quicklebendig"

Frankfurt/Main - Zur Eröffnung der 54. Frankfurter Buchmesse schaut die Buchbranche verhalten optimistisch in die Zukunft. Der neue Buchmessen-Direktor Volker Neumann wies am Dienstag in Frankfurt Krisenspekulationen zurück. "Die Buchmesse fühlt sich quicklebendig", sagte er. Auch die Buchbranche insgesamt befinde sich in keiner Krise, sondern habe derzeit lediglich Schwierigkeiten wie andere Branchen auch.

Einer noch nicht veröffentlichten Konjunkturumfrage zufolge sehen viele Buchhändler schon für das zweite Halbjahr 2002 Licht am Ende des Tunnels. Knapp die Hälfte gehe von einem leichten Umsatzplus aus, ein knappes Fünftel habe gute bis sehr gute Umsatzerwartungen. Ein Drittel erwartet Schormann zufolge dagegen weiterhin schwache Umsätze. Im ersten Halbjahr 2002 hatten 60 Prozent der Händler einen "deutlich verringerten Umsatz" hinnehmen müssen. Insgesamt rechnen die Branchenexperten für das laufende Jahr mit einem Minus von rund zwei Prozent. Entgegen diesem Trends hat laut Schormann der Umsatzanteil der Taschenbücher um ein Fünftel zugenommen. "Es wurden billigere, aber deutlich mehr Bücher als in den Vorjahren verkauft", sagte er.

Neumann bedauerte, dass auf Grund der schlechten wirtschaftlichen Lage in diesem Jahr rund vier Prozent weniger Aussteller nach Frankfurt gekommen sind. "Das schmerzt uns sehr", meinte er. Dennoch bleibe die Messe "weiterhin die bedeutendste Plattform für den internationalen Handel mit Lizenzen". Die Zahl der Absagen sei auch nicht ganz so groß wie zunächst befürchtet, zudem sei die Zahl ausländischer Aussteller sogar leicht gestiegen. Er erhoffe sich von der Buchmesse ein "Signal für den Aufbruch" und belebende Impulse für den Buchmarkt weltweit.

(APA)

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