Wien: Gemeindebau in Rosa-Lila

10. Oktober 2002, 19:15
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Besseres Mietrecht für Lesben und Schwule

Wien - Der Teufel liegt bekanntlich im Detail - und derer kennt das Mietrecht viele. So viele, dass "die neue Regelung, wonach ein Mitbewohner auch im Nachhinein als Mieter in den Mietvertrag mitaufgenommen werden kann - und zwar ohne dass sich die Höhe des Zinses und der Vertrag selbst ändern -, vor allem Lesben und Schwulen Verbesserungen bringen wird": Meint Wolfgang Wilhelm von der Wiener Antidiskriminierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen.

Bisher, so Wilhelm, sei homosexuellen Paaren in Wiener Gemeindewohnungen - vom Bundesmietrecht abweichend - das Nachfolgerecht im Fall des Todes eines Partners eingeräumt worden. Zu Lebzeiten beider oder im Fall einer Trennung seien sie mietrechtlich jedoch weiter wie Fremde behandelt worden.

Eine Benachteiligung, die in Wien nunmehr umschifft werde - wenn auch nur in Wohnungen, die sich in Besitz der Gemeinde befinden. Insgesamt, so Wilhelm, werde die ab sofort in Kraft tretende Regelung "rund 30.000 Menschen" Vorteile bringen: "So viele Lesben und Schwule leben schätzungsweise im Gemeindebau - in Wien." (bri/DER STANDARD, Printausgabe, 11.10.2002)

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