Ovomaltine belebt British Foods

8. Oktober 2002, 12:36
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Basler Chemiekonzern Novartis verkauft Lebensmittel- und Getränkesparte für 274 Millionen Euro an britischen Multi

Basel - Novartis verkauft Ovomaltine und mit ihr die ganze Lebensmittel- und Getränkesparte für 400 Mill. Franken (274 Mill. Euro) an die Associated British Foods (ABF) In der Schweiz erhalten durch den Deal rund 280 Angestellte einen neuen Arbeitgeber. Zusammen mit Ovomaltine gelangen unter anderem auch die Marken Ovaltine, Caotina und Lavoco in britische Hände. Die Transaktion muss noch von den Wettbewerbsbehörden genehmigt werden, wie Novartis am Dienstag mitteilte. Mit dem Verkauf kommt der Basler Konzern seiner geplanten Konzentration auf das Pharmageschäft einen Schritt näher.

Novartis habe sich zum Verkauf an die Briten entschlossen, weil diese unter anderem möglichst viele Stellen erhalten wollten, hieß es weiter. Dies sei besonders für die Schweiz wichtig, da ABF hier keine überlappenden Aktivitäten aufweise, wie Paul Choffat, CEO von Novartis Consumer Health, im Communique festhält.

"Genau der richtige Partner"

Von der Transaktion betroffen sind weltweit 850 Arbeitsplätze, davon 280 in der Schweiz. Über die Zahl der Interessenten wurden keine Angaben gemacht. Es seien jedoch viele gewesen, hieß es lediglich. ABF, unter anderem durch das Tee-Label Twinings auch in der Schgwiz bekannt, ist aus Sicht von Novartis "genau der richtige Partner", um das Potenzial der Schweizer Marken ausschöpfen zu können. ABF erzielt mit 34.000 Beschäftigten einen Jahresumsatz von rund 10 Mrd. Franken.

"Gute Bewertung"

Für ABF sollen die bisherigen Novartis-Marken laut Novartis zu Schlüsselgeschäften werden. Die Briten übernehmen das Lebensmittel- und Getränkegeschäft und Markenrechte vom Basler Konzern für die ganze Welt. Ausnahme sind auf Grund von Lizenzverträgen die USA und Puerto Rico. Mit dem Verkaufserlös scheint man bei Novartis zufrieden zu sein. Die 400 Mill. Franken liegen 34 Mill. Franken über dem Jahresumsatz. Angesichts der aktuellen Marktsituation sei dies eine "gute Bewertung", hieß es in der Basler Konzernzentrale.

Konzentration auf den Kernbereich

Novartis trennt sich von der Konsumgütersparte im Rahmen der strategischen Ausrichtung auf die Kernbereiche Gesundheit und Pharma. Das Unternehmen hatte im Februar bekannt gegeben, den Geschäftsbereich Health and Functional Food zu veräußern. Diese Sparte generierte 2001 einen Umsatz von 850 Mill. Franken, Die anderen Zweige des Geschäftsbereichs - Health Food, Slimming und Sport Nutrition (mit der Marke Isostar) - stehen weiter zum Verkauf. Über den Gang der Verhandlungen waren keine Angaben erhältlich. (APA/sda)

  • Wir erinnern uns: "Ovomaltine, das passt genau in unsere Zeit."
    bild: ovomaltine

    Wir erinnern uns: "Ovomaltine, das passt genau in unsere Zeit."

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