Mobilfunkmarkt wächst noch immer

8. Oktober 2002, 10:55
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Festnetz mit fallenden Umsätzen - Preise seit 1998 um 60 Prozent gesunken - Zahl der Beschwerden auf Rekordhoch

Der österreichische Mobilfunkmarkt ist nach starken Steigerungsraten in den vergangenen Jahren noch immer im Wachsen. Die Umsätze des Handymarkts sind im Jahr 2001 im Vergleich zum Jahr 2000 von 1,8 Milliarden Euro auf 2,19 Milliarden Euro gewachsen. Die Zahl der via Handy abgewickelten Verkehrsminuten stieg von 5,9 Milliarden auf 8,0 Milliarden, geht aus dem aktuellen Kommunikationsbericht der Rundfunk- und Telekomregulierungs GmbH (RTR) für das Jahr 2001 hervor. Telefonieren via Handy ist 2001 erneut billiger geworden: Der Preis pro Minute sank im Schnitt von 0,31 Euro auf 0,27 Euro.

Feste Netze

Im Festnetzmarkt sind die Umsätze 2001 hingegen geschrumpft - von 1,90 Milliarden Euro auf 1,85 Milliarden Euro. Die Zahl der Verkehrsminuten stieg jedoch - auch auf Grund der verstärkten Internetnutzung - von 17,59 Milliarden auf 23,1 Milliarden, während der Preis pro Minute von 0,11 Euro auf 0,08 Euro sank. Seit Beginn der Liberalisierung 1998 hat die Anzahl der Verkehrsminuten bei leicht sinkenden Umsätzen um 130 Prozent zugenommen, die Preise pro Minute sind in diesem Zeitraum um 60 Prozent gesunken.

Beschwerden

Einen neuen Rekordwert hat 2001 die Zahl der Beschwerden wegen erhöhter Telefonrechnungen erreicht. Während die Schlichtungsstelle der RTR im Jahr 1998 noch 412 Beschwerden und 2000 insgesamt 894 Beschwerden bearbeitete, wurden 2001 genau 1.418 Beschwerden eingebracht. In den meisten Fällen richteten sich die Beschwerden laut RTR gegen einzelne Telefonrechnungen, die nach der Inanspruchnahmen von kostenintensiven Mehrwertdiensten besonders hoch waren. Massiv angestiegen seien Beschwerden in Zusammenhang mit über ein PC-Modem hergestellten Datenverbindungen zu inländischen Mehrwertnummern.

Schlichten

Bei mehr als 40 Prozent der Beschwerdefälle konnte 2001 eine Einigung zwischen den Parteien hergestellt werden, in knapp 17 Prozent lag eine Beschwerde zu Unrecht vor. 51 Prozent der Beschwerden betrafen die Telekom Austria, danach folgten mit 8 Prozent die Mobilkom Austria, mit 7 Prozent One und mit 6 Prozent Telekabel. (APA)

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