Krems: FP-Debakel hatte "Testcharakter"

7. Oktober 2002, 19:46
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VP verhandelt mit gestärkter SP

Krems - Das Abschneiden der Freiheitlichen bei der Kremser Gemeinderatswahl habe bundesweit Testcharakter, kommentiert Bürgermeister Franz Hölzl (VP). Verglichen mit der Kommunalwahl 1997 hat die FP am Sonntag ihren Stimmenanteil halbiert, von 15,11 auf 7,41 Prozent. Die VP legte um 1,33 Prozentpunkte, die Grünen um 2,07, die SP gar um 5,34 Prozentpunkte zu. Doch die VP hat weiter die Hälfte aller 20 Mandate inne.

Auch der Meinungsforscher Peter Ulram vom Fessl-Institut findet das FP-Resultat bemerkenswert: "Schließlich ist Krems der Herkunftsort der Revoluzzer von Knittelfeld". Der Kremser Vizebürgermeister Erwin Kirschenhofer (SP) glaubt im "massiven Stimmenabfluss von der FP zur VP" den Bundestrend zu erkennen.

Für Krems kündigte Ortschef Hölzl Koalitionsverhandlungen mit der SP an. Kirschenhofer zeigte sich gesprächsbereit - und reklamierte den Finanzstadtratsposten. (DERSTANDARD, Printausgabe, 8.10.2002, bri)

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