Rat braucht, wessen Kind sehr begabt ist

7. Oktober 2002, 19:26
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Förderzentrum als Anlaufstelle für Eltern

Wien - Arten von Begabung gibt es viele: sprachlich, mathematisch-logisch, sportlich, musikalisch. Das Problem für viele Eltern: Was ist zu tun, um solche Begabungen der Kinder besonders zu fördern?

Diese Frage soll nun im neuen "Begabungsförderungszentrum" beantwortet werden. Leiterin Christiane Wendelberger wird künftig im "telefonischen Erstkontakt" abchecken, ob der Nachwuchs wirklich so überdurchschnittlich begabt ist, wie Eltern das glauben. Die eigentliche Aufgabe des Zentrums ist es dann, das vielfältige, von verschiedensten Institutionen erstellte Förderangebot zu sondieren und Mutter und Vater das Richtige zu empfehlen.

Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl (SP) glaubt, dass "jedes Kind über Begabungen verfügt", die gefördert werden sollen. Hier sollen Lehrer verstärkt Unterstützung leisten und Begabungen erkennen. Wichtig sei, so Brandsteidl, dass dabei die Kinder im sozialen Umfeld ihrer Klasse bleiben könnten. Dem - zwar per Gesetz erlaubten - Überspringen einer Klasse für Hochbegabte steht sie daher ablehnend gegenüber. Hier neben den Schulpsychologen zu beraten ist ebenfalls Aufgabe des Begabungsförderungszentrums.

Aufbauen soll Christiane Wendelberger zudem spezielle Angebote für Sprachen, Kooperationen mit Universitäten und Wirtschaft - dies sind allerdings Zukunftspläne. Vorerst gibt es dort kein eigenes Förderangebot.

Wahre Superhirne unter den Schülern finden in der Sir-Karl-Popper-Schule oder in der Schumpeter-Handelsakademie Aufnahme und Herausforderung. (aw/DER STANDARD, Printausgabe, 8.10.2002)

Info

(01) 525 25-77888

popperschule.at

  • Susanne Brandsteidl: "Jedes Kind verfügt über Begabungen"
    foto: photodisc

    Susanne Brandsteidl: "Jedes Kind verfügt über Begabungen"

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