Telekom-Konkurrenten müssen vorerst nicht zahlen

7. Oktober 2002, 19:12
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Aufwendungen für unrentable Leistungen werden nicht ersetzt

Die alternativen Telekomnetzbetreiber können aufatmen, sie müssen vorerst keinen Kostenersatz zahlen. Die Telekom Control Kommission (TKK) hat am Montag entschieden, dass die Telekom Austria ihre Aufwendungen für "unrentable Leistungen im Dienst der Allgemeinheit" im Jahr 1999 nicht ersetzt bekommt.

Neue Sachargumente aufgetaucht

Die TA ist dem negativen Entscheid zuvor gekommen, indem sie ihren Antrag auf Kostenersatz zurückzog. Es seien neue Sachargumente aufgetaucht, also werde man den Antrag neu berechnen, und dann erneut einbringen, hieß es in der TA dazu. Den alternativen Netzbetreibern bleibt damit vorerst eine saftige Nachzahlung erspart, begehrte die TA doch bis zu 122 Mio. Euro Kostenersatz.

"Otruba soll offenbar untragbar gemacht werden"

In der Branche gilt dies als Hintergrund des massiven Angriffs auf Telekomregulator Heinz Otruba vergangene Woche. "Otruba soll offenbar untragbar gemacht werden", sagte Kurt Einzinger vom Internetprovider-Verband ISPA. Der Vorwurf, Otrubas Regulierungsregime habe tausende Jobs gekostet und das Investitionsklima dramatisch verschlechtert, sei unsinnig

Stündlich

Die Entscheidung, wen Infrastrukturminister Mathias Reichhold zum Nachfolger Otrubas kürt, kann "stündlich" fallen: Zur Wahl stehen Otruba, Klaus Steinmaurer (Rechtsexperte von T-Mobile) und Georg Serentschy (Arthur D. Little), wobei letzterer als Favorit der TA gilt. (ung, DER STANDARD Printausgabe, 8. Oktober 2002)

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