Wachstum mit kleinsten Lautsprechern für Handys

7. Oktober 2002, 19:19
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Wiener Philips-Werk zum Marktführer aufgestiegen

Wien - Trotz Flaute in der Handybranche steigt die Nachfrage nach den Minilautsprechern für Mobiltelefone und Handhelds, die von der Wiener Philips Sound Solutions gefertigt werden. "Heuer werden wir in Wien und in unserer Tochter in Peking rund 250 Millionen Lautsprecher produzieren", erklärt der Leiter der Philips-Unit, Ernst Müllner. "Damit haben wir rund 45 Prozent Weltmarktanteil."

Neue Funktionen

Der Geschäftsbereich mit rund 500 Mitarbeitern kann sich deshalb gegen Billiganbieter aus Fernost durchsetzen, weil in die mittlerweile nur mehr Daumennagel großen Speaker immer neue Funktionen hineingepackt werden. Da ist zum Beispiel der "Polyphonic Ringingtone", bei dem die Klingeltöne eine High-Fidelity-Qualität bekommen. Zusammen mit einer im Lautsprecher integrierten Freisprecheinrichtung können zukünftig MP3-Musikstücke nicht nur über Kopfhörer angehört werden. Außerdem erlauben die Lautsprecher-Freisprechanlagen Konferenzschaltungen oder machen eine Autofreisprechanlage hinfällig.

Qualitätspreis

Die Hightech-Massenfabrikation hat Philips dieser Tage den österreichischen Qualitätspreis AQA 2002 eingebracht. "Wir bemühen uns, in einem gesättigten Markt neue Applikationen zu bringen, sodass die Handyhersteller statt einem (Lautsprecher-)Produkt durchschnittlich 1,5 Produkte bekommen. Damit sichern wir uns in den nächsten drei Jahren ein Mengenwachstum von 50 Prozent." Außerdem müssten die Lautsprecher immer kleiner werden, weil die Geräte selbst immer mehr Funktionen haben. Der derzeit kleinste Lautsprecher hat acht Millimeter Durchmesser.

Geplant ist, im nächsten Jahr auf rund 600 Mitarbeiter aufzustocken. Den Umsatz des Geschäftsfeldes in Wien und Peking beziffert Müllner mit "deutlich über der 100-Millionen-Euro-Grenze". (ruz, DER STANDARD, Printausgabe 8.10.2002)

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