Motorola lässt UMTS-Handys in Serie gehen

7. Oktober 2002, 17:33
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A830 soll zwischen 1.200 und 1.500 Euro kosten

Wiesbaden - Der US-Mobilfunkhersteller Motorola hat eigenen Angaben zufolge mit der Serienproduktion von Handys für die neue Mobilfunkgeneration UMTS begonnen und will die Geräte noch in diesem Jahr für Preise zwischen rund 1200 und 1500 Euro auf den Markt bringen. Motorola teilte am Montag in Wiesbaden mit, das weltweit erste sowohl im derzeitigen GSM- wie im künftigen UMTS-Mobilfunk arbeitende Handy-Modell A830 werde seit Ende September in Serie produziert. Das Handy ist für den europäischen Markt vorgesehen und wird in Flensburg gefertigt.

Als Endverkaufspreise für das Mobiltelefon nannte Motorola 1.199 Euro für das Modell ohne Digitalkamera und 1.499 Euro mit eingebauter Kamera, jeweils ohne Mobilfunkvertrag. Bei gleichzeitigem Abschluss eines Mobilfunk-Laufzeitvertrages reduzieren sich erwartungsgemäß die Preise für die Endgeräte.

Kooperation mit Siemens

Motorola hatte bereits Mitte Februar ein UMTS-Handy mit GSM-Funktion vorgestellt und das Gerät mit der Bezeichnung A820 seitdem technisch weiterentwickelt. Im April schloss der US-Hersteller mit dem deutschen Produzenten Siemens eine Kooperation, wonach Siemens künftig Motorola-UMTS-Handys unter dem eigenen Markennamen vermarkten kann.

Der weltweit größte Mobiltelefon-Hersteller Nokia wird jüngsten Angaben zufolge sein kürzlich vorgestelltes UMTS-Mobiltelefon, das für auch GSM geeignet ist, erst Mitte nächsten Jahres in den Handel bringen. Vorerst wird der Prototyp lediglich Mobilfunkbetreibern zu Testzwecken zur Verfügung gestellt. Die stark auf den europäischen Markt vordringenden asiatischen Mobiltelefon-Hersteller wie Samsung, Sanyo oder Sharp produzieren bisher ausschließlich Geräte für UMTS-Netze, die damit nicht in anderen Mobilfunk-Standards genutzt werden können. (APA/Reuters)

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