SZ Testsysteme stellt Insolvenzantrag

7. Oktober 2002, 16:19
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Halbleiter-Testsysteme-Hersteller hofft noch auf Eingung mit den Banken

Die auf dem Neuen Markt notierte SZ Testsysteme AG hat am Montag beim Amtsgericht Rosenheim einen Insolvenzantrag wegen Zahlungsunfähigkeit gestellt. Während der Vorstand mit den wesentlichen Lieferanten und auch der Belegschaft weitreichende Vereinbarungen treffen konnte, die für den Fortbestand und die weitere Entwicklung der Firma von wesentlicher Bedeutung sind, hätten die Gespräche mit den Banken bis jetzt noch nicht zu einem entsprechenden Ergebnis geführt. Dies teilte der bayrische Hersteller automatischer Testsysteme für die Halbleiterindustrie in einer Pflichtmitteilung mit.

Da das Unternehmen aber derzeit nicht überschuldet sei, habe der Vorstand beim Amtsgericht die Fortführung des Unternehmens in Eigenverantwortung beantragt. Damit solle sichergestellt werden, dass das operative Geschäft im Rahmen des Insolvenzverfahrens bestmöglich weitergeführt werden kann. Ziel sei es, den Gläubigern innerhalb eines Zeitraums von zwei Jahren eine Insolvenzquote von 50 Prozent zuzuweisen. SZ Testsysteme hofft, dass die weiteren Verhandlungen mit den Banken noch zu einem positiven Ergebnis führen und der Insolvenzantrag wieder zurückgenommen werden kann.

Der Kurs der Aktie fiel am frühen Nachmittag im elektronischen Handel auf ein neues Allzeit-Tief. Die Aktie gab um 31 Prozent auf 0,20 Euro nach. SZ Testsysteme war 1999 zu einem Emissionspreis von 12,00 Euro an die Börse gegangen. Der Höchstwert wurde im Herbst 2000 mit 29,60 Euro verzeichnet.(pte)

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