Raiffeisen will Heimatwerbung zum Plakat-Marktführer ausbauen

7. Oktober 2002, 14:21
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Grünes Licht von Kartellgericht naht: Prüfungsantrag zurückgezogen - Durch Schuster-Akquisition auf Rang zwei in Österreich aufgestiegen

Die bisher VP-nahen Außenwerbeunternehmen Heimatwerbung Niederösterreich und Heimatwerbung Oberösterreich kommen in den nächsten Tagen auch formal unters Giebelkreuz. Am vorigen Freitag wurden Prüfungsanträge der Kartellbehörde zurückgezogen, damit wird der Verkauf an Raiffeisen rechtswirksam.

"Arrondierung"

Die Raiffeisen Holding NÖ-Wien hatte Ende Juni 74,99 Prozent der Heimatwerbung Niederösterreich und 100 Prozent der Heimatwerbung OÖ erworben. Raiffeisen hat nun über seine Medienbeteiligungsgesellschaft Medicur die angekündigte "Arrondierung" des Medienbereichs vorangetrieben und ist nun in allen Kommunikationsschienen (Printmedien, elektronische Medien, Telefonie und nun auch Plakatwerbung) präsent. Erwin Hameseder, Generaldirektor der Raiffeisen Holding NÖ-Wien, erwartet vor allem im Plakatbereich deutliche Zuwächse, im Ausland ebenso wie im Inland.

Ziel: "Nummer eins zu werden"

Mit einem Gruppenumsatz von 40 Mill. Euro und 730 Beschäftigten (600 im Inland, 130 im Ausland) ist die Heimatwerbung Nummer zwei in Österreich. Zumal die Heimatwerbung Niederösterreich erst im Sommer das Privatunternehmen "Schuster Werbung" gekauft hat.

"Wenn man die Nummer zwei im Markt ist, gibt es nur mehr ein strategisches Ziel: Nummer eins zu werden", sagte Hameseder am Montag im Klub der Wirtschaftspublizisten. Und zwar durch operatives Wachstum sowie über weitere Akquisitionen. Das Ziel gelte freilich für den österreichischen Gesamtmarkt, da die bisher marktführende Gewista im Raum Wien noch länger die Nase vorn haben dürfte.

Marktführer ist die Heimatwerbung (Plakate, City-Light, Megaboard etc.) heute schon in der Slowakei und in Mazedonien. Außerhalb Österreichs ist der Plakatwerber außerdem in Tschechien, Ungarn, Rumänien, Bulgarien und Jugoslawien vertreten. (APA)

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