Rumsfeld verteidigt Präventivschlag- Doktrin

7. Oktober 2002, 22:02
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US-Verteidigungsminister zum Jahrestag des Kriegsbeginns zufrieden mit Afghanistankrieg

Washington - US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hat am Jahrestag des Kriegsbeginns in Afghanistan eine positive Bilanz des weltweiten Kampfes gegen den Terrorismus gezogen. Gleichzeitig warnte er am Montag im Pentagon, dass die Gefahr terroristischer Anschläge nicht gebannt sei. Ohne den Irak beim Namen zu nennen, verteidigte Rumsfeld die Präventivschlag-Doktrin der US-Regierung.

"Noch tausende Terroristen auf freiem Fuß"

Es seien noch tausende Terroristen in mehr als einem Dutzend Ländern auf freiem Fuß. Sie versuchten, sich Massenvernichtungswaffen anzueignen, um zehntausende unschuldiger Menschen umzubringen. "Unser Ziel im globalen Antiterrorkrieg ist es, einen weiteren Anschlag wie am 11. September oder einen noch schlimmeren Anschlag zu vereiteln, bevor er passiert", sagte Rumsfeld.

Zur Militäraktion in Afghanistan äußerte sich Rumsfeld positiv: "Was wir erreicht haben, ist bemerkenswert." Die Taliban seien geschlagen worden und Afghanistan im Wiederaufbau begriffen. "Wir haben gute Fortschritte gemacht." Im Kampf gegen den internationalen Terrorismus seien inzwischen 90 Länder verbündet - "die größte militärische Koalition, die seit Menschengedenken geschmiedet wurde", sagte Rumsfeld. Bei dem Afghanistan-Einsatz seien 53 Amerikaner ums Leben gekommen.(APA/dpa)

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    Am Sonntag, den 7. Oktober 2001 gingen diese Bilder um die Welt

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