Verluste für die Freiheitlichen vor allem in einstigen Hochburgen

7. Oktober 2002, 14:15
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Gewinne verzeichnete die FP fast nur in jenen Gemeinden, in denen sie sich zum ersten Mal der Wahl stellte - Reichhold: Verluste waren zu erwarten

Wien - Die FPÖ hat bei den Gemeinderatswahlen besonders deutlich in jenen Gemeinden verloren, in denen sie vorher besonders stark war. Gewinne der FPÖ gab es fast ausschließlich in den Gemeinden, in denen sie zum ersten Mal angetreten war. Dies ergab eine Wahlanalyse des SORA-Instituts. In acht der zwölf Gemeinden, wo sowohl Grüne als auch FPÖ angetreten sind, waren die Grünen stärker als die FPÖ, die dort auf Platz vier abrutschte.

SPÖ profitiert von Verlusten der Freiheitlichen

Von den Verlusten der FPÖ hat - wie auch das Gesamtergebnis zeigt - vor allem die SPÖ profitiert. In 105 der 170 Gemeinden, in denen gewählt wurde, waren die Gewinne der SPÖ stärker als die der ÖVP. Sowohl SPÖ als auch ÖVP haben vor allem in den Gemeinden stärker zugelegt, in denen sie vorher schwach vertreten waren. Die SPÖ konnte aber auch in ihren Hochburgen noch weitere Stimmen gewinnen, die ÖVP musste hingegen in den Hochburgen leichte Verluste hinnehmen, ergab die SORA-Analyse.

Reichhold: Verluste waren zu erwarten

Nicht überrascht zeigte sich FP-Parteiobmann Mathias Reichhold über die schweren Verluste seiner Partei bei den gestrigen Kommunalwahlen im Burgenland: "Ich habe damit gerechnet. Das war zu erwarten, weil in Burgenland die Enttäuschung über die FPÖ-Krise besonders groß war." Für die Nationalratswahlen am 24. November ist Reichhold jedoch optimistisch: Es sei gelungen, die Partei zu stabilisieren, die Stimmung bei den Funktionären sei wieder gut. (APA)

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