Giscard wünscht sich Umbenennung der EU in "Vereintes Europa"

7. Oktober 2002, 10:48
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"Vereinigte Staaten" hätten einen zu föderalistischen Anklang

London - Die erweiterte und reformierte Europäische Union soll nach dem Willen von EU-Konventionspräsident Valery Giscard d'Estaing künftig "Vereintes Europa" heißen. "Vereint ist ein starkes Wort: Das ist ein vereinter Kontinent, vereinigt im Sinne einer Verfassung", sagte Gicard in einem am Montag veröffentlichten Interview mit der "Financial Times". In der vergangenen Woche hatte der Präsident des EU-Reformkonvents vier mögliche Namen für die neue EU ins Spiel gebracht: Die bewährten Bezeichnungen Europäische Gemeinschaft oder Europäische Union und die Neuschöpfungen Vereintes Europa oder Vereinigte Staaten von Europa.

Die "Vereinigten Staaten" hätten einen zu föderalistischen Anklang, sagte Giscard in dem Interview. Stattdessen müssten vor allem in der Wirtschafts- und Außenpolitik die Zusammenarbeit und gemeinsame Entscheidungsfindung gestärkt werden. Der EU-Konvent, der unter dem Vorsitz Giscards erstmals im Februar zusammentrat, soll vor der anstehenden Ost-Erweiterung eine neue Verfassung ausarbeiten. (APA)

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    Valery Giscard d'Estaing

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