Schweitzer sieht "sehr unterschiedlichen Trends"

6. Oktober 2002, 20:26
2 Postings

FPÖ-Generalsekretär will aber die Augen vor der Realität nicht verschließen

Wien - "Sehr unterschiedliche Trends" sieht FPÖ-Generalsekretär Karl Schweitzer bei der Gemeinderatswahl im Burgenland und verweist damit auf Gemeinden, in denen die Freiheitlichen auch gewonnen haben. Insgesamt gelte freilich: "Tatsache ist, dass wir Stimmen und Mandate verloren haben. Es wäre die Augen vor der Realität verschließen, wenn man sagt, die Ereignisse der jüngsten Zeit haben keinen Einfluss gehabt."

"Es stimmt nach wie vor: Die Leute haben keine Freude, wenn innerparteilich gestritten wird. Und dafür bekamen wir die Rechnung präsentiert", so Schweitzer. Nun gelte es im Hinblick auf die Nationalratswahl am 24. November Geschlossenheit zu zeigen und zu signalisieren, dass man klare Konzepte für die Zukunft habe. Die Österreicher wollten eine Reformpolitik, die FPÖ müsse zeigen, dass sie diese Reformen gebracht habe.

Schweitzer sieht aber auch positive Aspekte: "Wir befinden uns momentan in der Situation, dass wir drei Bürgermeister in der Stichwahl haben." Bisher gebe es im Burgenland mit Stefan Salzl einen FPÖ-Ortschef. Oft seien die Ergebnisse auch in benachbarten Orten sehr unterschiedlich, so der Generalsekretär.

In seiner eigenen Gemeinde Oberwart, wo Schweitzer bisher im Gemeinderat vertreten war, hat die FPÖ 0,9 Prozentpunkte von 8,18 auf 7,28 Prozent und eines ihrer bisher zwei Mandate verloren. Stimmenmäßig sei man da noch "glimpflich" davon gekommen, so der Generalsekretär. Der Verlust des Mandats - er selbst hatte diesmal auf Platz vier kandidiert - sei sehr bedauerlich. Der Wahlverlierer seien aber die ÖVP und der amtierende Bürgermeister Karl Volcic. Die Volkspartei hat den Bürgermeister und die absolute Mehrheit im Gemeinderat an die SPÖ verloren. (APA)

Share if you care.