Parteichefs ziehen erste Bilanz

6. Oktober 2002, 19:33
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Niessl sieht "rot-goldenen Weg" bestätigt - Steindl: VP bei Stimmen und Mandaten landesweit im Plus

Eisenstadt - Nach dem Schließen der letzten Wahllokale Sonntag um 17.00 Uhr zogen die Spitzenpolitiker der burgenländischen Landtagsparteien eine erste Bilanz: Angesichts mehrerer Bürgermeistergewinne der SPÖ, die künftig auch in Oberwart den Bürgermeister stellt, sprach SPÖ-Chef LH Hans Niessl von einem "hervorragenden Ergebnis".

Niessl sieht die sozialdemokratische Arbeit im Land bestätigt: "Der rot-goldene Weg ist bestätigt worden." Er sehe das Ergebnis als "zweiten großen Wahlerfolg nach der Landtagswahl". Primär sei der Wahlausgang ein Erfolg der Kandidaten vor Ort, aber auch die Bundespolitik habe teilweise für "Rückenwind" gesorgt, so Niessl.

"Es war eine Wahl der vielen Persönlichkeiten", resümierte ÖVP-Chef LHStv. Franz Steindl den Urnengang. Wenn bei dem Wahlgang Ergebnisse bestätigt wurden oder nicht so ausgefallen seien wie erwartet, habe dies "in erster Linie Ursachen in den Gemeinden selbst". Die ÖVP habe "zum ersten Mal seit langem landesweit ein Plus bei den Prozentpunkten und den Mandaten" erreicht, sagte Steindl. Einziger "Wermutstropfen" sei, dass man zwar Bürgermeister gewonnen, aber relativ mehr Ortschefs verloren habe.

Eine zufriedene Zwischenbilanz zog die Grüne Landessprecherin Grete Krojer: "Im Prinzip gewinnen wir etliche Mandate dazu". Als Wahlziel hatte man sich eine Vervierfachung der bisherigen drei Gemeinderäte gesteckt. Bisher habe man zumindest zehn erreicht, Gemeinden wie Breitenbrunn, wo sich die Grünen drei Mandate erhofften, stünden noch aus. "Tendenziell hat sich der Trend bestätigt, dass kleine Gemeinden für uns sehr schwer erreichbar sind". Künftig wolle man in diesem Bereich konsequente Arbeit leisten, damit man bei kommenden Wahlgängen Fuß fassen könne.

Beim Blick auf das Wahlergebnis schlügen "zwei Herzen" in seiner Brust, sagte FPÖ-Landesgeschäftsführer Norbert Hofer: Es sei traurig, dass man in einigen Gemeinden nicht die gesteckten Ziele erreicht hätte. "Es kann zwar sein, dass wir zwar Mandate verloren haben, aber Bürgermeister dazugewinnen." Ein "erfreuliches Ergebnis" gebe es in Oberschützen und Deutschkreutz, wo die FPÖ-Kandidaten Manfred Kölly und Klaust Just die Stichwahlen erreichten. Auch Stefan Salzl, bisher einziger FPÖ-Bürgermeister, muss sich am 20. Oktober einer Stichwahl stellen. "Stefan Salzl und Klaus Just gehen als Favoriten in die Stichwahl, Manfred Kölly als Herausforderer", so Hofer. (APA)

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    Hans Niessl während der Wahlkampf Schlussveranstaltung am 02.12.2000 in Parndorf.

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