Großreinemachen am Jangtse

6. Oktober 2002, 19:30
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Verschmutzung des 6.300 Kilometer langen Flusses hat deutlich zugenommen - Abwässer fließen bislang ungeklärt ein

Peking - Chinas längster Fluss, der Jangtse, soll sauberer werden. In den kommenden acht Jahren sollen die meisten Abfälle und Abwässer aufbereitet werden, die heute noch unbehandelt in den Fluss gekippt werden, berichtete am Samstag die Zeitung "China Daily" unter Berufung auf das Ministerium für Wasserreserven.

Die Verschmutzung des 6.300 Kilometer langen Flusses hat einem Bericht der chinesischen Wasserschutzbehörde zufolge in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen: Allein im Jahr 2000 landeten 23,4 Milliarden Tonnen Abfälle im Jangtse. Auf einer Strecke von 600 Kilometern hätten sich wahre Dreckhalden gebildet; viele Fische seien gestorben. An der Hälfte der Entnahmestellen erwies sich die Wasserqualität als ungeeignet für den menschlichen und industriellen Gebrauch.

Nach den Plänen des Ministeriums sollen bis zum Jahr 2010 bis zu 70 Prozent der Abfälle aus den Städten entlang des Jangtse aufbereitet werden. Am Fluss liegen unter anderen die Millionenmetropolen Schanghai, Nanking, Chongqing und Wuhan. (APA)

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