Geldanlage zur Absicherung des Inflationsrisikos - immer ein Thema

6. Oktober 2002, 19:01
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Schoellerbank: Neue Produktidee für heimischen Kapitalmarkt

Wien - Als "neue Produktidee für den österreichischen Kapitalmarkt" präsentierte die SKWB Schoellerbank zwei Anlagevarianten, die eines gemeinsam haben: Sie sichern das Inflationsrisiko ab.

Obwohl die Inflation in den letzten Jahren im Schnitt nur knapp über zwei Prozent lag, ist sie langfristig immer ein Thema, meinte der für das Asset Management Zinsmärkte zuständige Direktor Josef Falzberger. Schließlich schmälere sie die reale Rendite jeder Geldanlage.

Unterschätzt

Derzeit werde die Inflation unterschätzt. Für die kommenden zehn Jahre gehe der Markt von einer jährlichen Geldentwertung von 1,8 Prozent aus, was sich aus der Renditedifferenz inflationsgeschützter Anleihen (derzeit 2,7 Prozent) und konventioneller Staatsanleihen (4,5 Prozent) ableiten lasse. Aber bereits der nächste Wirtschaftsaufschwung könnte den Preisdruck zurückbringen.

Der am 2. September zur Zeichnung aufgelegte SKWB Schoellerbank Inflationsfonds Plus, der bereits ein Volumen von 112 Mio. Euro aufweist, nütze das derzeit günstige Umfeld für inflationsgeschützte Anleihen aus, betonte Falzberger: Alle im Fonds enthaltenen Anleihen und private Placements seien mit einem expliziten Inflationsschutz ausgestattet. Dabei existierten vier verschiedene Kuponvarianten.

Vier Varianten

Bei der Variante A gebe es einen Fixkupon, wobei die Inflationsabgeltung am Ende der Laufzeit erfolge. Bei 20 Prozent Inflation in zehn Jahren werde diese Anleihe über die jährliche, für die Dauer der Laufzeit fix vereinbarte Verzinsung hinaus am Ende mit 120 Prozent getilgt. Bei der Variante B werde die Inflationsabgeltung Jahr für Jahr auf den Fixkupon aufgeschlagen. Bei der Variante C entspricht der Kupon einem Vielfachen der Inflation, und bei der Variante D schließlich kommt zu einem aktienindexgebundenen Kupon noch die Inflationsabgeltung hinzu.
Der Mindestzeichnungsbetrag des SKWB Schoellerbank Inflationsfonds Plus liegt bei 100 Euro. Der Ausgabeaufschlag beträgt drei Prozent, bei Wiederveranlagung 1,5 Prozent, die jährliche Verwaltungsgebühr macht 0,54 Prozent aus.

Das zweite neue Produkt nennt sich SKWB Schoellerbank BörsenGarantie Plus Inflationsschutz und ist das erste Garantieprodukt in Österreich mit realem Werterhalt. Die Mindesttilgung am Ende der fünfjährigen Laufzeit beträgt 100 Prozent plus der in diesem Zeitraum angefallenen Inflation. Eine allfällige Deflation bliebe unberücksichtigt. Darüberhinaus partizipiert der Investor mit 50 Prozent an der positioven Entwicklung eines Weltaktienbasket, der zu je einem Drittel Europa, die USA und Japan berücksichtigt.

Die Mindestanlage bei diesem Fonds beträgt 5000 Euro, wobei jede Steigerung des Einsatzes in 1000-Euro-Schritten erfolgen kann. Der Ausgabeaufschlag liegt bei vier Prozent. (gb, DER STANDARD, Printausgabe 7.10.2002)

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