Sudan hebt Flugverbot über Süden des Landes weitgehend auf

6. Oktober 2002, 17:09
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UNO-Hilfsflüge mit Lebensmitteln wieder aufgenommen

Nairobi - Die sudanesische Regierung hat am Sonntag das Flugverbot über dem Süden des afrikanischen Bürgerkriegslands weitgehend aufgehoben. Wie Helfer von UNO-Organisationen in der kenianischen Hauptstadt Nairobi erklärten, hätten sie ihre Lebensmittelhilfe in zwei Regionen bereits wieder aufgenommen.

Seit Verhängung des Flugverbots am 27. September waren Hunderttausende Menschen in der durch Dürre und Bürgerkrieg ausgezehrten Region von jeglicher Hilfe abgeschnitten gewesen. Helfer des UNO-Dachverbands "Operation Lifeline Sudan" (OLS) senden vom Norden Kenias aus täglich eine Reihe von Hilfsflügen in die Region. Die Zielorte sind meist auf dem Landweg nicht zu erreichen.

Seit 19 Jahren herrscht im Sudan Krieg zwischen dem moslemischen Norden und dem christlich-animistischen Süden des Landes. Einen Monat nach Abbruch der Friedensgespräche mit südsudanesischen Rebellen in der kenianischen Stadt Machakos hatte die Regierung in Khartum am Freitag zugesagt, wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren. (APA/dpa)

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