Ashdown verspricht Schub für Reformen in Bosnien-Herzegowina

6. Oktober 2002, 16:58
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Unabhängig vom Wahlergebnis - "Der Nationalismus in diesem Land hat sich nicht verfestigt"

Sarajewo - Der internationale Beauftragte für Bosnien-Herzegowina, Paddy Ashdown, hat die Fortsetzung der Reformen im Balkan-Staat unabhängig vom Wahlergebnis angekündigt. Nachdem nationalistische Parteien von einem Sieg ihrer Kandidaten sprachen, warnte Ashdown am Sonntag vor schnellen Analysen. Gleichzeitig kündigte er vor dem Hintergrund zahlreicher Korruptionsfälle strengere Regelungen zur Einschränkung der juristischen Immunität von Amtsträgern in Bosnien-Herzegowina an.

"Verstehen sie den Wunsch nach Protest nicht als Wunsch nach einer Rückkehr zur Vergangenheit", sagte Ashdown in Sarajewo. "Der Nationalismus in diesem Land hat sich nicht verfestigt." Bosnien-Herzegowina könne sich in den kommenden Monaten keinen Stillstand erlauben. Offizielle Wahlergebnisse werden erst für Sonntagabend erwartet. Die nationalistischen Parteien der Moslems, Serben und Kroaten haben nach eigenen Angaben kräftige Gewinne verzeichnet. (APA/dpa)

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